Leben auf dem Lande
Im mittelalterlichen Dorf lebten meist nicht mehr als 100-200 Menschen. Die Kirche aus Stein bildete das Zentrum, umgeben von einfachen Holzhäusern der Bauern. Die meisten Bauernhäuser bestanden nur aus einem Raum mit Tisch, Bänken, Hockern und einer kleinen Kochecke.
Der Alltag war hart: Man schlief auf Strohsäcken, stand im Sommer zwischen 4 und 5 Uhr auf und nahm die erste Mahlzeit erst um 10 Uhr ein. Sobald es dunkel wurde, ging man schlafen. Um zu überleben, mussten alle mitarbeiten – auch die Kinder!
Die Bauern lebten unter der Grundherrschaft von Adligen oder Klöstern. Diese versprachen Schutz und überließen den unfreien Bauern (auch Hörige genannt) einen Hof zur Nutzung. Als Gegenleistung mussten die Bauern Frondienste leisten.
Wusstest du? Um mehr Menschen ernähren zu können, wurde die Dreifelderwirtschaft eingeführt. Dabei teilte man das Ackerland in drei Teile: auf einem wuchs Wintergetreide, auf einem anderen Sommergetreide, und das dritte blieb ungenutzt (Brache). So konnte sich der Boden erholen.






