Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Du kennst das bestimmt: Beim Würfeln weißt du nie genau, welche Zahl kommt - das ist ein Zufallsexperiment. Jede mögliche Zahl (1 bis 6) nennen wir Ergebnis, und alle zusammen bilden die Ergebnismenge.
Ein Ereignis ist eine Gruppe von Ergebnissen, wie "gerade Zahlen würfeln" (2, 4, 6). Die absolute Häufigkeit zählt, wie oft etwas passiert ist, während die relative Häufigkeit das Verhältnis zur Gesamtzahl angibt.
Mehrstufige Zufallsexperimente laufen mehrmals hintereinander ab. Der Knackpunkt: Beim Ziehen mit Zurücklegen bleiben die Chancen gleich, beim Ziehen ohne Zurücklegen ändern sie sich mit jedem Zug.
💡 Merktipp: Stelle dir vor, du ziehst Kugeln aus einer Urne - legst du sie zurück oder nicht? Das entscheidet alles!
Baumdiagramme meistern
Baumdiagramme sind wie Straßenkarten für Wahrscheinlichkeiten - sie zeigen dir alle möglichen Wege durch ein mehrstufiges Experiment. Jeder Ast zeigt eine Wahrscheinlichkeit, jeder Pfad ein komplettes Ergebnis.
Die Produktregel ist dein bester Freund: Multipliziere alle Wahrscheinlichkeiten eines Pfades für das Gesamtergebnis. Die Summenregel addiert verschiedene Pfade, die zum gleichen Ereignis führen.
Bei einer Urne mit 60 roten und 40 blauen Kugeln hast du beim ersten Zug 0,6 für rot und 0,4 für blau. Ohne Zurücklegen ändern sich diese Werte beim zweiten Zug - aus 60/100 wird 59/99 für rot!
Vierfeldertafeln verstehen
Vierfeldertafeln organisieren Daten übersichtlich in vier Felder - perfekt für Umfragen und Statistiken. Sie zeigen dir auf einen Blick, wie sich zwei Merkmale kombinieren.
Das Beispiel mit 200 befragten Personen macht's klar: 90 sind männlich, 80 rauchen, 36 sind männliche Raucher. Diese Infos ordnest du in eine Tabelle mit Zeilen Raucher/Nicht−Raucher und Spalten ma¨nnlich/weiblich.
Die Randsummen geben dir die Gesamtwerte pro Merkmal. So siehst du sofort: 110 Personen sind weiblich, 120 rauchen nicht. Alle Werte müssen am Ende 200 ergeben - deine Kontrollrechnung!
💡 Praxistipp: Fülle immer zuerst die bekannten Werte ein, dann rechnest du die fehlenden durch einfache Subtraktion aus.