Zinseszins und Grundlagen
Zinseszinsen sind der Grund, warum dein Geld exponentiell wächst – die Zinsen werden nämlich zum Kapital dazugerechnet und verzinsen sich mit. Die wichtigste Formel dafür ist kn=ko⋅(1+i)n, wobei kn dein Endkapital, ko dein Startkapital, i der Zinssatz und n die Jahre sind.
Das Äquivalenzprinzip ist super wichtig: Du kannst Zahlungen nur dann vergleichen oder zusammenrechnen, wenn sie auf denselben Zeitpunkt auf- oder abgezinst wurden. Stell dir vor, du vergleichst 100€ heute mit 100€ in 5 Jahren – das wäre unfair!
Bei der Kapitalertragssteuer (KESt) werden 25% von deinen Zinsen abgezogen. Deshalb rechnest du mit 0,75 × i als effektiven Zinssatz. Bei Bankgeschäften hat ein Jahr übrigens 360 Tage und jeder Monat 30 Tage.
Merktipp: Die Formel (1+i)n zeigt dir die Macht des Zinseszinseffekts – je länger die Laufzeit, desto krasser der Effekt!
Unterjährige Verzinsung und Rentenrechnung
Wenn dein Geld mehrmals pro Jahr verzinst wird (monatlich, quartalsweise), verwendest du die Formel Kn=ko⋅(1+im)n⋅m. Dabei ist im der Zinssatz pro Periode und m die Anzahl der Zinsperioden pro Jahr (12 für monatlich, 4 für quartalsweise).
Eine Rente ist ein regelmäßiger Zahlungsstrom in gleichen Abständen und gleicher Höhe – wie deine monatliche Handyrechnung, nur umgekehrt. Du bekommst Geld! Die einzelnen Zahlungen heißen Raten.
Nachschüssig bedeutet, du bekommst das Geld am Ende der Periode (wie Gehalt am Monatsende). Vorschüssig bedeutet am Anfang der Periode (wie Miete am Monatsanfang). Das macht einen großen Unterschied beim Endwert!