Dioden und ihre Funktionsweise
Eine Diode ist wie eine Einbahnstraße für Strom! Sie besteht aus einem p-dotierten und einem n-dotierten Bereich, die direkt aneinandergrenzen. An dieser Grenze passiert etwas Faszinierendes.
Wenn sich p- und n-Bereich berühren, wandern Elektronen vom n-Bereich in den p-Bereich und füllen dort die Löcher auf. Dadurch entsteht eine Sperrschicht - eine Zone ohne freie Ladungsträger, die wie ein Widerstand wirkt.
In Durchlassrichtung (Plus an p, Minus an n) wird die Sperrschicht schmaler und verschwindet ab etwa 0,7V. Jetzt fließt Strom! Die Elektronen können von der n-Schicht zur p-Schicht wandern und weiter zum Pluspol.
In Sperrrichtung (Plus an n, Minus an p) wird die Sperrschicht breiter. Die Elektronen werden vom Grenzbereich weggedrängt, es entstehen mehr Löcher, und kein Strom fließt. Die Diode sperrt komplett!
Eselsbrücke: Der Pfeil im Schaltzeichen zeigt die Durchlassrichtung - wie ein Straßenschild für den Strom!
Das erkennst du super in der UI-Kennlinie: In Durchlassrichtung steigt der Strom ab 0,7V steil an, in Sperrrichtung bleibt er bei null.