Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Eriksons Theorie betrachtet die menschliche Entwicklung als Abfolge von acht Phasen, in denen wir jeweils bestimmte Krisen oder Herausforderungen bewältigen müssen. Diese Krisen sind laut Erikson kein Problem, sondern notwendige Bestandteile unserer Entwicklung, aus denen wir lernen.
Die ersten vier Entwicklungsstufen umfassen die Kindheit:
- Urvertrauen vs. Urmisstrauen : Wenn deine Bedürfnisse zuverlässig erfüllt werden, entwickelst du Vertrauen in die Welt.
- Autonomie vs. Scham und Zweifel (1-3 Jahre): Du lernst selbstständig zu handeln oder zweifelst an deinen Fähigkeiten.
- Initiative vs. Schuldgefühl (3-6 Jahre): Du erprobst eigene Ziele und Aktivitäten oder entwickelst Schuldgefühle durch zu viele Grenzen.
- Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (6-12 Jahre): Durch Erfolge entwickelst du Kompetenzgefühl oder fühlst dich durch Misserfolge minderwertig.
💡 Die Art, wie du frühe Entwicklungskrisen bewältigst, bildet das Fundament für spätere Phasen. Eine positive Bewältigung wirkt sich förderlich auf deine gesamte weitere Entwicklung aus!
In der Jugend und im frühen Erwachsenenalter stehen diese Krisen im Vordergrund:
- Identität vs. Identitätsdiffusion (12-18 Jahre): Die Suche nach deiner Identität kann zu Sicherheit oder Unsicherheit führen.
- Intimität vs. Distanzierung (20-30 Jahre): Du strebst nach engen Beziehungen oder erlebst emotionale Isolation.


































