Das Bruttoinlandsprodukt verstehen
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist wie ein Fieberthermometer für die Wirtschaft - es zeigt uns den Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen in Deutschland. Jeden Monat schauen Politiker und Wirtschaftsexperten gespannt auf diese Zahl, um zu sehen, ob unsere Wirtschaft wächst oder schrumpft.
Die Berechnung folgt einer einfachen Formel: Y = C + I + G + NX. Das bedeutet: Konsum der Haushalte + Investitionen + Staatsausgaben + Nettoexporte (Exporte minus Importe). So wird aus vier verschiedenen Ausgabenkategorien eine einzige Kennzahl.
Hier wird's wichtig: Es gibt das nominale BIP (zu aktuellen Preisen) und das reale BIP (preisbereinigt). Das nominale BIP kann steigen, nur weil die Preise höher werden - das reale BIP zeigt dagegen, ob wirklich mehr produziert wurde. Deshalb verwenden Ökonomen meist das reale BIP für Vergleiche.
Merktipp: Das reale BIP wird immer mit einem Basisjahr berechnet - so als würde man die heutigen Apfelmengen zu den Preisen von 2014 bewerten.




