Die Grundlagen der Zwei-Quellen-Theorie
Die synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) sind sich verblüffend ähnlich - viel ähnlicher als man erwarten würde, wenn sie unabhängig voneinander geschrieben worden wären. Sie stimmen oft wörtlich überein und haben einen ähnlichen Aufbau.
Im 18. Jahrhundert erkannten Forscher den Zusammenhang zwischen den drei Evangelien. Das Markus-Evangelium ist das älteste und diente sowohl Matthäus als auch Lukas als Vorlage - deshalb findest du viele Geschichten in allen drei Evangelien wieder.
Aber Matthäus und Lukas haben noch eine zweite gemeinsame Quelle genutzt: die Spruch- und Logienquelle Q. Diese Quelle enthielt hauptsächlich Aussprüche und Reden von Jesus und wurde auf Griechisch verfasst. Zusätzlich hatte jeder Evangelist noch sein eigenes Sondergut - Material, das nur bei ihm vorkommt.
Merktipp: Q steht für "Quelle" (vom deutschen Wort) oder "Logienquelle" - hier waren Jesus' wichtigste Sprüche gesammelt.



