Kriegsdefinition und Kriegstypen
Krieg ist nicht gleich Krieg – die AKUF (Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung) hat klare Kriterien entwickelt. Mindestens zwei bewaffnete Streitkräfte müssen beteiligt sein, wobei eine Seite reguläre Regierungstruppen stellt. Außerdem braucht es zentrale Organisation und kontinuierliche Kampfhandlungen – sporadische Schießereien reichen nicht aus.
Es gibt verschiedene Kriegstypen: Antiregime-Kriege zielen auf den Sturz der Regierung ab, während Autonomie- und Sezessionskriege die Abspaltung von Landesteilen anstreben. Zwischenstaatliche Kriege finden zwischen etablierten Regierungen statt, Dekolonisationskriege kämpfen gegen Kolonialherrschaft.
Der entscheidende Wandel zeigt sich beim Vergleich "alter" und "neuer" Kriege. Früher kämpften hauptsächlich Staaten mit militärischen Großgeräten in klar abgegrenzten Schlachten. Heute dominieren substaatliche Akteure mit kleinen mobilen Waffen, beziehen die Zivilbevölkerung ein und führen asymmetrische Kriege – eine Seite ist deutlich schwächer und greift zu anderen Mitteln.
Tipp: Asymmetrie bedeutet nicht automatisch Niederlage – oft kompensieren schwächere Akteure durch gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung.









