Ökologische Faktoren und ökologische Potenz
Ökologie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt. Die Umwelt beeinflusst Arten durch biotische und abiotische Faktoren, die zusammen einen Biotop bilden. Alle Lebewesen in einem Biotop nennt man Biozönose.
Die ökologische Potenz (oder Toleranz) gibt an, in welchem Wertebereich eines Umweltfaktors eine Art existieren kann. Organismen mit hoher ökologischer Potenz haben einen weiten Toleranzbereich (euryök), während Arten mit niedriger ökologischer Potenz einen engeren Toleranzbereich haben (stenök).
In der Toleranzkurve unterscheidet man verschiedene Bereiche: Das Minimum und Maximum sind die Grenzpunkte des Überlebens. Im Pessimum kann ein Organismus überleben, aber sich nicht fortpflanzen. Der Präferenzbereich ist optimal für den Organismus, wo alle Lebensprozesse ohne Probleme ablaufen können.
💡 Die Bergmann'sche Regel besagt, dass warmblütige Tiere in kälteren Regionen größer sind als ihre Artgenossen in wärmeren Gebieten. Größere Körper haben ein günstigeres Verhältnis von Oberfläche zu Volumen und verlieren dadurch weniger Wärme.
Biotische Faktoren sind alle Lebewesen im Ökosystem, die man in drei Kategorien einteilt: Autotrophe (Selbstversorger) wie Pflanzen, Heterotrophe (Fremdversorger) wie Tiere und Destruenten (Zersetzer). Abiotische Faktoren sind hingegen unbelebte Einflüsse wie Klima (Wasser, Sonnenlicht, Temperatur), Boden (Geografie, Bodenstruktur) und soziale Faktoren (menschliche Aktivitäten).







