Wirkungsweise von Antibiotika
Antibiotika bekämpfen Bakterien auf verschiedene Arten. Sie können entweder bakterizid wirken, indem sie Bakterien direkt abtöten, zum Beispiel durch Zerstörung der Zellwand (bakteriolytische Wirkung). Oder sie wirken bakteriostatisch, indem sie lebenswichtige Enzyme hemmen und so die Vermehrung der Bakterien stoppen.
Die Angriffspunkte von Antibiotika sind vielfältig. Sie können Enzyme hemmen, die bei der Translation (Proteinsynthese), bei der Synthese von Nucleinsäurebausteinen, bei der Transkription oder beim Aufbau der bakteriellen Zellwand wichtig sind.
Bakterien können Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln und diese auf verschiedenen Wegen weitergeben. Durch Mutation können Zielmoleküle unempfindlich werden. Bei der Zellteilung werden Resistenzen automatisch weitergegeben. Auch der Genaustausch zwischen Bakterien (Konjugation), die Übertragung über Viren (Transduktion) oder die Aufnahme freigesetzter Gene (Transformation) sind mögliche Wege.
💡 Wusstest du? Während Antibiotika gezielt bakterielle Strukturen angreifen, haben sie normalerweise keine Wirkung auf Viren - deshalb helfen sie nicht gegen Erkältungen oder Grippe!



