Angeborene Verhaltensweisen: Merkmale und Untersuchungsmethoden
Angeborene Verhaltensweisen sind genetisch bedingt und zeigen sich direkt nach der Geburt. Sie werden auch als erbkoordiniert bezeichnet und weisen spezifische Merkmale auf:
- Starres, immer gleiches Verhalten
- Artspezifischer Ablauf
- Perfekte Ausführung beim ersten Mal
- Auftreten auch bei noch nicht vollständig ausgebildeten Organen
Definition: Angeborenes Verhalten bezeichnet Verhaltensweisen, die genetisch festgelegt sind und ohne vorherige Lernerfahrung auftreten.
Zur Untersuchung angeborener Verhaltensweisen werden verschiedene Methoden eingesetzt:
- Kaspar-Hauser-Versuch (Isolationsversuch): Tiere werden direkt nach der Geburt isoliert, um den Einfluss von Lernerfahrungen auszuschließen.
- Kreuzungsexperimente: Liefern direkten Nachweis für die genetische Bedingtheit von Verhaltenselementen durch gezielte Kreuzung von Organismen.
Example: Ein Beispiel für eine angeborene Verhaltensweise beim Menschen ist der Saugreflex bei Neugeborenen.
Zu den Typen angeborener Verhaltensweisen gehören:
-
Reflexe:
- Unbedingte Reflexe: Durch bestimmte Außenreize hervorgerufene, willentlich nicht beeinflussbare Reaktionen (z.B. Niesen, Schlucken, Blinzeln)
- Eigenreflexe: Reizaufnahme und -beantwortung im selben Organ
- Fremdreflexe: Reizaufnahme und -beantwortung in verschiedenen Organen
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Instinkthandlungen:
- Starre, konstante Abfolge von Bewegungen
- Genetisch vorgegeben
- Benötigen auslösenden Reiz (Schlüsselreiz) und innere Faktoren (Handlungsbereitschaft/Motivation)
Vocabulary: Ein Ethogramm ist eine detaillierte Beschreibung aller Verhaltensweisen einer Tierart, einschließlich angeborener und erlernter Verhaltensweisen.










