Chloroplasten - Die grünen Kraftwerke der Pflanze
Stell dir vor, jede Pflanzenzelle hat ihre eigene kleine Solaranlage - das sind die Chloroplasten! Diese grünen Organellen sind von einer Doppelmembran umgeben, die aus einer äußeren und einer inneren Membran besteht. Wie ein gut organisiertes Bürogebäude haben sie drei verschiedene Bereiche (Kompartimente), die alle unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Das Innere der Chloroplasten ist richtig faszinierend aufgebaut. Die innere Membran umschließt das Stroma - das ist wie das Grundgerüst der ganzen Anlage. Darin findest du lamellenförmige Membransysteme, die Thylakoide heißen. Diese Thylakoide stapeln sich ordentlich übereinander, und so einen Stapel nennt man Granum.
Was macht Chloroplasten besonders cool? Sie haben ihre eigene DNA und sogar ihre eigenen Ribosomen 70S−Ribosomen! Das bedeutet, sie können sich teilweise selbst verwalten. Außerdem enthalten sie den grünen Farbstoff Chlorophyll, der bestimmte Wellenlängen des Sonnenlichts absorbiert - deshalb sehen Pflanzen grün aus.
Merktipp: Denk an Chloroplasten wie an eine Solarfabrik mit drei Stockwerken - äußere Membran (Schutzwand), Stroma (Arbeitsbereich) und Thylakoide (die eigentlichen Solarpanels)!
Die Photosynthese ist die Hauptaufgabe dieser grünen Kraftwerke. Dabei wandeln sie Kohlenstoffdioxid und Wasser mithilfe von Sonnenlicht in Sauerstoff und Glucose um. Die chemische Formel dafür lautet: 6H₂O + 6CO₂ → 6O₂ + C₆H₁₂O₆. Die entstehende Glucose wird als Stärkekorn im Stroma gespeichert und dann in der Pflanze weitertransportiert.