Die Endosymbiontentheorie - Wenn Bakterien zusammenziehen
Stell dir vor, verschiedene Bakterien beschließen zusammenzuziehen und eine WG zu gründen - genau das beschreibt die Endosymbiontentheorie. Sie erklärt, wie aus einfachen Bakterienzellen die komplexen Zellen entstanden sind, aus denen wir Menschen bestehen.
Der Name verrät schon alles: "éndon" bedeutet "innen" und "symbiosis" heißt "Zusammenleben". Bei dieser besonderen Form der Endosymbiose nimmt eine Zelle eine andere komplett in sich auf - aber anstatt sie zu verdauen, leben beide zusammen weiter.
So entstanden wichtige Zellteile wie Mitochondrien unsereZell−Kraftwerke und Plastiden (die grünen Teile in Pflanzenzellen). Ein Urbakterium "schluckte" andere Bakterien, die dann zu diesen wichtigen Organellen wurden.
Merktipp: Endosymbiose = Ein Partner lebt IM anderen und beide profitieren davon!
Das Geniale daran: Der Wirt bekommt wichtige Nährstoffe von seinem "Mitbewohner", während der Endosymbiont sicher und geschützt leben kann. Eine Win-Win-Situation, die zur Entstehung aller höheren Lebewesen führte.