Endosymbiontentheorie
Stell dir vor, du würdest einen Mitbewohner aufnehmen, der so perfekt zu dir passt, dass ihr nach einer Weile nicht mehr getrennt leben könntet - genau das ist vor Millionen von Jahren mit Zellen passiert! Die Endosymbiontentheorie besagt, dass wichtige Zellbestandteile wie Mitochondrien und Chloroplasten ursprünglich eigenständige Bakterien waren.
Der Prozess lief so ab: Ur-Eukaryoten (frühe komplexe Zellen) nahmen durch Phagocytose kleine Bakterien auf. Normalerweise hätten sie diese verdaut, aber stattdessen entwickelte sich eine Endosymbiose - beide Lebewesen wurden voneinander abhängig und konnten nicht mehr getrennt existieren.
Die Beweise sind ziemlich überzeugend: Mitochondrien und Chloroplasten haben die perfekte Bakteriengröße und sind von einer Doppelmembran umgeben (innen das alte Bakterium, außen die Wirtszelle). Sie besitzen sogar eigene ringförmige DNA und 70S-Ribosomen - genau wie Bakterien heute noch.
💡 Merktipp: Die fünf Schritte der Evolution gingen von der amöbenähnlichen Ur-Eucyte über die Aufnahme aerober Bakterien (→ Mitochondrien) bis hin zu photoautotrophen Prokaryoten (→ Chloroplasten), wodurch am Ende Pilz-, Tier- und Pflanzenzellen entstanden.