Das Flüssig-Mosaik-Modell verstehen
Biomembranen sind wie ein flüssiger Schutzwall um jede Zelle herum. Die Phospholipid-Doppelschicht bildet das Grundgerüst - stell dir zwei Reihen von Molekülen vor, die Rücken an Rücken stehen.
Jedes Phospholipid hat einen wasserlöslichen Kopf und zwei wasserabweisende Schwänze (Fettsäuren). Im Wasser drehen sich die Köpfe nach außen und die Schwänze nach innen - so entsteht automatisch die Doppelschicht.
Die Membran funktioniert wie ein selektiver Türsteher: Kleine, unpolare Moleküle kommen problemlos durch, aber größere oder geladene Teilchen bleiben draußen. Deshalb nennt man sie auch semipermeable Membran.
Merke dir: Die Konsistenz ist wie leichtes Maschinenöl - flüssig genug für Bewegung, aber stabil genug als Barriere.
Membranproteine schwimmen in dieser Doppelschicht wie Eisberge im Meer. Sie haben hydrophobe Teile (im Inneren) und hydrophile Bereiche (die ins Wasser ragen). Diese Proteine sind deine Zell-Kommunikatoren und Transporteure - ohne sie wäre deine Zelle komplett isoliert.
Die Membranfluidität verändert sich je nach Temperatur: Bei Kälte wird sie zäher, bei Wärme flüssiger. Das beeinflusst, wie gut deine Zellen funktionieren - deshalb frieren Pflanzen bei Frost ein!