Grundprinzip der Insulinherstellung
Die gentechnische Produktion beginnt mit zwei parallelen Prozessen. Einerseits werden Plasmide mit Antibiotikaresistenzen gegen Tetracyclin und Ampicillin aus Bakterien isoliert. Diese Plasmide werden mit Restriktionsenzymen an spezifischen Stellen geschnitten, wodurch "Sticky Ends" im Bereich des Ampicillin-Resistenzgens entstehen.
Gleichzeitig wird die genetische Information für Insulin aufbereitet. Das Insulingen wird aus menschlichen Bauchspeicheldrüsenzellen gewonnen und durchläuft mehrere Schritte: Transkription zur prä-mRNA, Spleißen zur reifen mRNA und Umschreibung zur cDNA mittels reverser Transkriptase. Die so erhaltene intronfreie cDNA wird durch PCR vervielfältigt und mit demselben Restriktionsenzym geschnitten.
💡 Die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) ist eine revolutionäre Methode, mit der DNA-Abschnitte millionenfach kopiert werden können – sie funktioniert ähnlich wie ein molekularer Kopierer!
Im nächsten Schritt werden die Sticky Ends von Plasmid und Insulingen durch das Enzym Ligase miteinander verbunden. Die rekombinanten Plasmide werden dann in Bakterienzellen eingebracht, wobei dies nur bei einem kleinen Teil der Bakterien gelingt. Bakterien mit erfolgreich integriertem Plasmid und Insulingen werden über ihre Antibiotikaresistenzen herausgefiltert.




























