Die drei Stadien einer Entzündung
Der Ablauf einer Entzündung erfolgt in drei klar definierten Phasen:
-
Die Verletzung:
- Bakterien und andere Erreger dringen ins Gewebe ein
- Mastzellen setzen Signalstoffe wie Histamin frei
- Diese Signalstoffe leiten die Entzündungsreaktion ein
-
Die Entzündung:
-
Signalstoffe bewirken erhöhte Blutzufuhr
-
Blutgefäße erweitern sich und werden durchlässiger
-
Es entstehen die klassischen Kardinalsymptome der Entzündung (auf Latein):
- Rubor (Rötung): Durch erweiterte Gefäße sammelt sich mehr Blut an
- Calor (Erwärmung): Verstärkte Durchblutung transportiert Wärme
- Tumor (Schwellung): Flüssigkeitsansammlung zwischen den Zellen
- Dolor (Schmerz): Wird durch die Schwellung und Reizung verursacht
-
Histamin lockt Makrophagen (Riesenfresszellen) an
-
Diese verlassen die Blutbahn und verdauen Fremdkörper
-
Dieser Prozess ist Teil der unspezifischen Immunabwehr
-
Bei unzureichender Abwehr wird die spezifische Immunabwehr aktiviert
-
-
Die Heilung:
- Nach Beseitigung aller Erreger klingen Entzündungssymptome ab
- Der Heilungsprozess der Entzündung führt zum Wundverschluss
Wichtiges Konzept: Die Kardinalsymptome einer Entzündung (Rubor, Calor, Dolor, Tumor) sind direkte Folgen der körpereigenen Abwehrreaktion und nicht etwa schädliche Wirkungen der Erreger selbst. Sie zeigen an, dass der Heilungsprozess bereits begonnen hat.
Ein akutes Entzündungsbeispiel ist ein Schnitt am Finger: Die Wunde rötet sich, wird warm, schwillt an und schmerzt - all diese Symptome sind Teil der körpereigenen Abwehrstrategie.





























