Mutationen und Blutgruppen
Stell dir vor, dein Erbgut ist wie ein riesiges Buch - manchmal passieren beim Kopieren kleine Fehler, die Mutationen genannt werden. Es gibt drei Haupttypen: Genmutationen (betreffen ein einzelnes Gen), Chromosomenmutationen (ganze Chromosomenteile) und Genommutationen (komplette Chromosomensätze).
Bei Genmutationen unterscheiden wir zwischen Punktmutationen (ein Baustein wird ausgetauscht) und Rastermutationen (Bausteine werden eingefügt oder gelöscht). Ein bekanntes Beispiel ist Mukoviszidose, die durch eine Deletion auf Chromosom 7 entsteht.
Das ABO-Blutgruppensystem ist ein perfektes Beispiel für Vererbung. Die Blutgruppen A (43%) und B (11%) sind dominant, während 0 (41%) rezessiv ist. Bei AB (5%) sind beide Allele kodominant - sie zeigen sich gleichzeitig. Der Rhesusfaktor funktioniert einfacher: Rh+ ist dominant, Rh- rezessiv.
Merktipp: Bei der zweiten Schwangerschaft mit Rh-unterschiedlichen Partnern kann es zu Problemen kommen - deshalb gibt es die Rhesus-Prophylaxe!










































