Alkane: Eigenschaften und Darstellung
Die Siedetemperatur von Alkanen folgt zwei einfachen Regeln: Je schwerer das Molekül, desto höher die Siedetemperatur. Je verzweigter die Struktur, desto niedriger die Siedetemperatur - weil weniger Angriffsfläche für van-der-Waals-Kräfte vorhanden ist.
Diese schwachen Anziehungskräfte entstehen durch temporäre Dipole zwischen den Molekülen. Obwohl Alkane eigentlich neutral sind, verschieben sich die Elektronen kurzzeitig und erzeugen so δ⁺ und δ⁻ Bereiche.
Für die Darstellung organischer Moleküle gibt es verschiedene Strukturformeln: Die Lewis-Strukturformel zeigt alle Atome und Bindungen in 2D, die Keil-Strich-Formel verwendet Keile (nach vorne) und gestrichelte Linien (nach hinten) für räumliche Struktur. Die Halbstrukturformel z.B.H3C−CH2−CH2OH fasst zusammen, während die Skelettschreibweise nur Knicke und funktionelle Gruppen zeigt.
Merkhilfe: Die Namengebung läuft von Methan (1C) bis Decan (10C) - einfach auswendig lernen!
Hydrophile (wasserliebende) und hydrophobe (wasserabstoßende) Eigenschaften hängen von der Polarität ab. Alkane sind unpolar (ΔEN ≤ 0,5) und daher hydrophob - sie lösen sich schlecht in Wasser, aber gut in anderen unpolaren Stoffen.