Eigenschaften von Alkanen
Van-der-Waals-Kräfte sind der Schlüssel zu allem! Diese zwischenmolekularen Anziehungskräfte bestimmen, wie sich Alkane verhalten. Je stärker diese Kräfte wirken, desto "klebriger" sind die Moleküle aneinander.
Die Siedetemperatur steigt mit der Kettenlänge dramatisch an. Methan siedet bei -162°C, während Decan erst bei 174°C kocht - das liegt an den stärkeren Van-der-Waals-Kräften bei längeren Ketten.
Verzweigte Alkane haben überraschenderweise niedrigere Siedetemperaturen als ihre unverzweigten Verwandten. Die Äste verhindern, dass sich die Moleküle so nah kommen können, wodurch schwächere zwischenmolekulare Kräfte entstehen.
Merkhilfe: Lange Ketten = starke Anziehung = hohe Siedetemperatur
Viskosität beschreibt, wie dickflüssig ein Alkan ist. Langkettige Alkane wie Motoröl sind zähflüssig, während kurzkettige wie Benzin dünnflüssig fließen. Auch hier sind wieder die Van-der-Waals-Kräfte verantwortlich.
Die Entflammbarkeit verhält sich umgekehrt zur Kettenlänge. Kurzkettige Alkane wie Butan entzünden sich leicht, während langkettige Alkane schwerer brennbar sind. Der Flammpunkt gibt an, bei welcher Temperatur sich ein zündfähiges Dampf-Luft-Gemisch bildet.