Stabilisierung und Denaturierung
Vier Hauptkräfte stabilisieren Proteinstrukturen in absteigender Stärke: Disulfidbrücken (stärkste), Ionenbindungen, Wasserstoffbrücken und Van-der-Waals-Kräfte (schwächste). Diese Kräfte wirken sowohl inter- als auch intramolekular.
Denaturierung zerstört die natürliche Proteinstruktur durch äußere Einflüsse wie Hitze. Die Bindungen werden in umgekehrter Reihenfolge ihrer Stärke gelöst. Das Protein verliert seine native Form und damit seine Funktion.
Koagulierte Proteine entstehen, wenn sich denaturierte Proteine zusammenlagern und ihr Löslichkeitsverhalten ändern. Meist ist dieser Prozess irreversibel, da sich die Gruppen endgültig verändern.
Proteine werden nach Gestalt und Löslichkeit eingeteilt: Globuläre Proteine (rundlich, z.B. Albumine und Globuline) und fibrilläre Proteine (fadenförmig, wasserunlöslich).
Küchenchemie: Beim Kochen eines Eis siehst du Denaturierung live - das Eiweiß wird fest und weiß!