Korrosion - Wenn Metalle sich selbst zerstören
Korrosion passiert ständig um dich herum und kostet die Wirtschaft Milliarden von Euro pro Jahr. Der Grund dafür sind Lokalelemente - kleine galvanische Zellen, die entstehen, wenn zwei verschiedene Metalle sich berühren und von einer Elektrolytlösung umgeben sind.
Ein einfaches Experiment zeigt dir das: Tauchst du einen Zinkstab in verdünnte Schwefelsäure, entwickelt sich Wasserstoffgas. Berührst du den Zink mit einem Kupferdraht, wird die Gasentwicklung viel stärker - am edleren Kupfer entsteht jetzt der Wasserstoff.
Bei der Säurekorrosion greifen H⁺-Ionen unedle Metalle wie Eisen oder Zink an. Die Reaktion läuft ab: Zn → Zn²⁺ + 2e⁻ (an der Anode) und 2H⁺ + 2e⁻ → H₂ (an der Kathode). Das Metall löst sich auf, während Wasserstoffgas entsteht.
Merke dir: Bei Korrosion entstehen immer Anode (wo das Metall oxidiert) und Kathode (wo die Reduktion stattfindet) - genau wie in einer Batterie, nur ungewollt!
Sauerstoffkorrosion ist noch häufiger als Säurekorrosion. Eisenoberflächen lösen sich als Fe²⁺-Ionen, während Sauerstoff und Wasser zu OH⁻-Ionen reagieren. Die entstehenden Ionen bilden Eisen(II)-hydroxid, das mit weiterem Sauerstoff zu dem charakteristischen rostbraunen FeOOH reagiert.