Molare Masse und Stoffmenge - Die Grundlagen
Stoffmenge (n) beschreibt, wie viele Teilchen (Atome, Moleküle oder Ionen) in einer bestimmten Stoffportion vorhanden sind. Die Einheit ist Mol, und 1 mol entspricht genau 6,022 × 10²³ Teilchen - das ist eine riesige Zahl!
Die molare Masse (M) gibt an, wie schwer genau ein Mol eines Stoffes ist. Sie wird in g/mol angegeben und ihr Zahlenwert entspricht der Atommasse im Periodensystem. Wasserstoff hat zum Beispiel eine Atommasse von 1 u, also eine molare Masse von 1 g/mol.
Die drei wichtigsten Formeln sind: n = m/M (Stoffmenge), m = M · n (Masse) und M = m/n (molare Masse). Diese Formeln sind deine besten Freunde beim Rechnen mit Stoffmengen.
Tipp: Bei Elementen liest du die molare Masse direkt aus dem PSE ab. Bei Verbindungen addierst du die molaren Massen aller Atome gemäß der Formel.
Für Verbindungen wie H₂CO₃ rechnest du: M = 2·1 + 12 + 3·16 = 62 g/mol. Dabei multiplizierst du die molare Masse jedes Elements mit der Anzahl seiner Atome in der Formel.
Stoffmengenverhältnisse und stöchiometrisches Rechnen
Stoffmengenverhältnisse zeigen dir, in welchem Verhältnis die Stoffe in einer Reaktion miteinander reagieren. Die Zahlen vor den Formeln in der Reaktionsgleichung (Koeffizienten) geben diese Verhältnisse an.
Bei der Reaktion 3 Zn + Fe₂O₃ → 3 ZnO + 2 Fe reagieren 3 mol Zink mit 1 mol Eisenoxid. Das Verhältnis n(Zn)/n(Fe₂O₃) ist also 3:1.
Stöchiometrisches Rechnen funktioniert in sechs klaren Schritten: 1) Reaktionsgleichung aufstellen, 2) Gegeben und Gesucht identifizieren, 3) Stoffmengenverhältnis bestimmen, 4) Stoffmenge des bekannten Stoffes berechnen, 5) Stoffmenge des gesuchten Stoffes berechnen, 6) Masse des gesuchten Stoffes berechnen.
Merke: Die Koeffizienten in der Reaktionsgleichung sind der Schlüssel - sie zeigen dir direkt das Stoffmengenverhältnis!