Redoxreaktionen - Elektronenübergänge verstehen
Stell dir vor, Elektronen sind wie kleine Pakete, die zwischen Atomen hin- und hergeschickt werden. Bei Redoxreaktionen gibt ein Elektronendonator (auch Reduktionsmittel genannt) Elektronen an einen Elektronenakzeptor (Oxidationsmittel) ab.
Oxidation bedeutet Elektronenabgabe - der Stoff wird dabei oxidiert. Reduktion bedeutet Elektronenaufnahme - der Stoff wird reduziert. Ein einfaches Beispiel: Magnesium gibt Elektronen ab (wird oxidiert), während Sauerstoff sie aufnimmt (wird reduziert).
Oxidationszahlen sind wie Buchhaltung für Elektronen. Sie zeigen dir als römische Ziffern über dem Element, wie viele Elektronen "fehlen" oder "übrig" sind. Steigt die Oxidationszahl = Oxidation. Sinkt sie = Reduktion.
Merktipp: OIL RIG - Oxidation Ist Loss (Elektronenverlust), Reduction Is Gain (Elektronengewinn)
Die wichtigsten Regeln für Oxidationszahlen: Elementare Stoffe haben immer 0, Wasserstoff meist +I, Sauerstoff meist -II. Bei komplexeren Reaktionen musst du Teilgleichungen aufstellen und dabei Elektronen, Ladungen und Atome ausgleichen.
Elektrolyse wandelt elektrischen Strom in chemische Energie um - wie beim Aufladen einer Batterie. Galvanische Zellen machen das Gegenteil und erzeugen Strom aus chemischen Reaktionen - genau wie die Batterie in deinem Smartphone.