Zwitterionen - Wenn Moleküle zwei Gesichter haben
Stell dir vor, ein Molekül hat sowohl eine positive als auch eine negative Seite - genau das passiert bei Aminosäuren! Die Carboxygruppe ist sauer und gibt gerne Protonen ab, während die Aminogruppe basisch ist und Protonen aufnimmt.
Bei der intramolekularen Protonenwanderung gibt die Carboxygruppe ein H⁺-Ion direkt an die Aminogruppe im selben Molekül ab. So entsteht ein Zwitterion - ein Molekül mit mindestens einer positiven und einer negativen Ladung.
Diese zwitterionische Struktur erklärt, warum Aminosäuren als Feststoff kristallin sind, sich super in Wasser lösen und ihre wässrigen Lösungen elektrisch leitfähig sind. In festem Zustand und in neutraler Lösung liegen Aminosäuren praktisch immer als Zwitterionen vor.
Pufferwirkung: Zwitterionen können als "pH-Stabilisatoren" wirken - sie fangen sowohl Säuren als auch Basen ab und halten den pH-Wert konstant!



