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Analyse zum Romanauszug „Schneeriese“

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Analyse zum Romanauszug „Schneeriese“

 Schreibaufgabe
Analyse zum Romanauszug ,,Schneeriese" von Susan Kreller
In dem vorliegenden Auszug aus dem Jugendroman „Schneeriese“ von Su

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Schreibaufgabe Analyse zum Romanauszug ,,Schneeriese" von Susan Kreller In dem vorliegenden Auszug aus dem Jugendroman „Schneeriese“ von Susan Kreller verfasst im Jahre 2016 geht es um einen für den Jugendlichen Adrian unbefriedigend verlaufenden Besuch bei seiner Jugendfreundin Stella, die dessen Liebe nicht wahrnimmt und seine Anwesenheit sogar als störend empfindet. Adrian, der von seiner Jugendfreundin Stella wegen seiner Größe nur ,,Einsneunzig" genannt wird, besucht Stella zu Hause, weil er sie eine Zeit lang nicht gesehen hat. Er findet sie auf dem Bett sitzend zwischen einem Haufen von Kleidungsstücken. Als sie ihn bemerkt hat, entgegnete sie Adrian mit einem enttäuschten Blick. Nachdem sie ihr Telefonat beendet, begrüßt sie ihn mit einem kurzen lächeln Lächeln und wühlt durch ihre Kleidung. Auf die Frage, weshalb Adrian sie besucht und was sie für ihn tun kann, antwortet er mit einer Lüge. Er hat viele Wünsche, welche er gerne von Stella erwarten würde erfüllt hätte, doch anstatt diese zu äußern, antwortet er mit ,,Nein". Stella wirkt desinteressiert und fühlt sich von ihm gestört. Adrian fragt sie andauernd, mit wem sie telefoniert hat und mit wem sie sich trifft. Nachdem sie versucht hat(,) den Fragen auszuweichen, sagt sie schließlich, dass sie sich mit Dato trifft, ihr ihrem fester festen Freund. Daraufhin wird Adrian aufdringlich und will mitkommen, doch an Stellas traurigen traurigem...

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Lächeln stellt er fest, dass sie es nicht möchte. Sein Besuch lässt ihn erhoffen, dass sich Stella freut und Zeit für ihn hat. Leider reagiert sie nicht so, wie er es sich gewünscht hat. Sein Wunsch ist es(,) die Aufmerksamkeit von Stella zu bekommen um mit ihr wieder, wie früher, Zeit zu verbringen. Doch er fühlt sich schnell überflüssig, denn Stella scheint nicht wahrzunehmen, dass er in sie verliebt ist. Adrians Erwartungshaltung und sein tatsächliches Verhalten ihr gegenüber unterscheiden sich deutlich voneinander, denn der wesentliche Grund, weshalb Adrian Stella besucht hat, wurde immer unbedeutsamer. Als Adrian Stellas Zimmer betreten hat, springt sie nicht freudig auf, sondern sie bleibt auf ihrem Bett sitzen (Z. 1-2). Sie lässt sogar kurz ihr ihre „Mundwinkel sinken“ (Z.7), als sie realisiert, dass es Adrian ist, der vor ihr steht. Der Klang ihrer Stimme, drückt ihre Reaktion sehr gut aus, da sie sich sowohl enttäuschend als auch traurig angehört hat. Trotzdem blieb bleibt sie noch freundlich zu Adrian. Die Reaktion von Stella macht Adrian traurig. Erst Nachdem nachdem sie das Telefonat beendet hat, wendet sie sich erst zu ihm zu (Z.16), aber trotzdem schenkt Stella ihm keine Beachtung. Sie vermittelt Adrian das Gefühl, dass sie an ihn nicht interessiert ist. Stattdessen widmet sie sich ihrer Kleidung zu und wühlt dort herum. Auf die Fragen von Adrian, mit wem sie telefoniert hat und wohin sie geht(,) antwortet sie abweisend. Es scheint als würde Stella, (kein Komma) seine Fragen als eher unangenehm und unangemessen wahrnehmen. Sie schaut ihn verwundert an, beißt sich auf die Lippen, läuft rot an und ihre Augen leuchten. In dem Moment begreift Adrian, dass es für sie eine unangenehme Situation ist und, (kein Komma) dass seine Fragen eher unangemessen waren. Nachdem sie vergeblich versucht hat auf von die den Fragen abzulenken, hat gibt sie letztendlich zugegeben, dass sie sich mit Dato trifft. Anhand ihrer „matten Stimme“ (Z. 56) merkt man, dass sie sich dabei unwohl fühlt. Adrian fragt daraufhin, ob er mitkommen kann. Auf die Frage ,,verliert ihr gerötetes Gesicht seine Farbe“ (Z. 58) und „ihre Augen wurden dumpf" (Z. 58). Zunächst reagiert sie auf seine Beharrlichkeit ungläubig (Z. 59), dann traurig (Z. 69). Und obwohl Adrian es gespürt hat, empfand empfindet er trotz allem keinen Grund, um damit aufzuhören. Sie setzt ein Lächeln auf, obwohl sie innerlich traurig ist. Es ist daher festzuhalten, dass durch Stellas Körpersprache deutlich wird, dass sie mit der unangenehmen Situation nicht klarkommt und sie Adrian als störend empfindet. Adrians Gefühle werden besonders durch die Er-/Sie-Erzählform und das personale Erzählverhalten deutlich. Die Konzentration auf Adrians Wahrnehmung wird in der Situation aufgegriffen. Doch auch durch den inneren Monolog merkt man, dass sich sein Handeln und sein Verhalten spalten. Deutlich wird, dass er sich selbst widerspricht. Denn auf die Frage ,,was Stella für ihn tun könnte" (Z. 23) unterscheidet unterscheiden sich der Gedanke und Wunsch von Adrian. Einerseits möchte er „Zwei oder zehn Kleinigkeiten, die dringend mal für (ihn) zu tun wären (Z. 24-25) von Stella erwarten. Doch anstatt seine Wünsche zu äußern, antwortet er mit „Alles bestens.". Durch die Aufzählung seiner Wünsche durch Anaphern (,,du könntest", z.B. Z. 25/26 etc.) wird deutlich, wie sehr er sich danach sehnt. Allerdings wird durch die Verwendung des Konjunktiv II deutlich, dass sich all seine Erwartungen nicht erfüllt haben. Die Verwendung von Adjektiven wie, „enttäuscht“ (Z. 13) oder „nicht unfreundlich“ (Z. 13-14) bezüglich Stellas Verhalten zeigt, dass sie sich verändert hat. Ebenso werden besondere Nomen, mit denen Stella beschrieben wird wie, ,,Mundwinkelmomenten“ (Z. 8/9) oder „Klamottenberg“ (Z. 21/22) verwendet. Stella ist abgelenkt und fühlt sich von Adrian eher gestört. Mit den diesen Neologismen wird Stellas Verhalten nochmal gut aufgegriffen. Es hat nämlich den Anschein, dass sie sich mehr Zeit für ihre Kleidung nimmt als für Adrian. Die Personifikation (Z. 44) „Das Kleidungsstück blieb stumm“ lässt darauf schließen, dass das Kleidungsstück Stella nicht antworten kann, denn Stella schaut während dem Gespräch Adrian nicht direkt an, sondern beschäftigt sich mit ihrer Kleidung. Nebenbei „studiert (Stella) einen hellen blauen Pullover“ (Z. 19-20) und ihre Augen leuchteten“ (Z. 53). Dies kann wird als eine Metapher ausgewertet werden. Es soll die Situation nochmal übertrieben darstellen und ihr ungewohntes Verhalten betonen. Das „Ein- und Ausatmen" (Z. 60, 64-66) von Adrian zeigt, dass er sehr aufgeregt ist. Seine Aufregung wird durch die Ellipse verstärkt. Auch durch eine Parataxe wird die Aufregung von Adrian unterstreicht unterstrichen: „Sein Herz. Es schnappte nach Atem, es schlug. Schlug“ (Z. 35- 36). Durch einen Parallelismus, der durch eine Konjunktion eingeleitet wird, zeigt sich, dass er sich dabei sehr unwohl fühlt: ,,obwohl er sich nicht ausstehen konnte in diesen Minuten, obwohl ihm seine eigene Anwesenheit genauso verhasst war, wie sie es für Stella sein musste." (Z. 62 / 63). Adrian empfindet in dem Moment, (kein Komma) das Gefühl von Selbsthass, aber trotzdem hat er die Option aufzugeben nicht in Betracht gezogen. Zusammenfassend zeigt sich durch Körpersprache, Verhalten und wortkarge Kommunikation, dass er enttäuscht und traurig ist. Endlich ist Adrian weg. War das ein Kampf... Was hat er sich dabei gedacht, unangekündigt bei mir aufzukreuzen? Es kam alles so plötzlich und ich meine, in wenigen Stunden treffe ich mich mit Dato und das perfekte Outfit steht noch nicht. Vielleicht hätte ich ihn trotzdem freundlicher aufnehmen sollen? Wir haben uns so lange nicht gesehen gehabt und es war einfach komisch (,) sich so wiederzusehen. Wir waren so gute Freunde und dann wurde der Kontakt immer weniger mit ihm. Kann es vielleicht daran liegen, weil ich mit Dato zusammen bin? Mag er ihn nicht? Ist er Eifersüchtig eifersüchtig, weil ich eine Beziehung führe? Was ich auch nicht verstehe ist, was er von mir wollte oder was er von mir genau erwarten würde. Wieso drängt er mich(,) auf seine Fragen zu antworten? Als ob das nicht offensichtlich wäre, dass ich mit Dato ausgehe. Allgemein hat sich Adrian komisch aufgeführt. Es war nicht so wie früher. Eine Spannung zwischen uns war da. Das habe ich gespürt. Naja, aber ich war auch nicht besser. Einerseits hätte ich mich ihm, anstatt mit meiner Kleidung zu beschäftigen, ihm meine Beachtung schenken sollen. Vielleicht ist etwas passiert und er braucht gerade eine gute Freundin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er meine eigentliche Reaktion wahrnehmen konnte. Obwohl ich versucht habe(,) es zu überspielen(,) wird er es mit Sicherheit gemerkt haben. Schließlich kennen wir uns schon seit Kindertagen. Andererseits ist es trotzdem kein Grund, um sich in meine Privatsphäre einzumischen. Ob und wann, (kein Komma) ich mich mit Dato treffe(,) ist ja wohl meine Sache. Deshalb verstehe ich nicht ganz, wieso er mitkommen wollte. In dem Moment war ich einfach nur sprachlos. Ich war teilweise wütend, aber eher überwiegend traurig und enttäuscht. Es war nicht sehr respektvoll und vor allen Dingen nicht nachdem er nach so einer langen Zeit wieder bei mir aufgekreuzt ist. Unglaublich... Es verletzt mich schon auf einer anderen Art und Weise. Ich habe versucht, es irgendwie zu überspielen, aber spätestens dann sollte Adrian bewusst geworden sein, dass ich nicht mit ihm sprechen wollte. Wenigstens ist er schlussendlich wieder gegangen. Ich kann nur hoffen, dass unsere nächste Begegnung anders verläuft. Sehr gute Analyse!!! Insbesondere den inneren Monolog von Stella findet ich sehr gelungen :)

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Trotzdem blieb bleibt sie noch freundlich zu Adrian. Die Reaktion von Stella macht Adrian traurig. Erst Nachdem nachdem sie das Telefonat beendet hat, wendet sie sich erst zu ihm zu (Z.16), aber trotzdem schenkt Stella ihm keine Beachtung. Sie vermittelt Adrian das Gefühl, dass sie an ihn nicht interessiert ist. Stattdessen widmet sie sich ihrer Kleidung zu und wühlt dort herum. Auf die Fragen von Adrian, mit wem sie telefoniert hat und wohin sie geht(,) antwortet sie abweisend. Es scheint als würde Stella, (kein Komma) seine Fragen als eher unangenehm und unangemessen wahrnehmen. Sie schaut ihn verwundert an, beißt sich auf die Lippen, läuft rot an und ihre Augen leuchten. In dem Moment begreift Adrian, dass es für sie eine unangenehme Situation ist und, (kein Komma) dass seine Fragen eher unangemessen waren. Nachdem sie vergeblich versucht hat auf von die den Fragen abzulenken, hat gibt sie letztendlich zugegeben, dass sie sich mit Dato trifft. Anhand ihrer „matten Stimme“ (Z. 56) merkt man, dass sie sich dabei unwohl fühlt. Adrian fragt daraufhin, ob er mitkommen kann. Auf die Frage ,,verliert ihr gerötetes Gesicht seine Farbe“ (Z. 58) und „ihre Augen wurden dumpf" (Z. 58). Zunächst reagiert sie auf seine Beharrlichkeit ungläubig (Z. 59), dann traurig (Z. 69). Und obwohl Adrian es gespürt hat, empfand empfindet er trotz allem keinen Grund, um damit aufzuhören. Sie setzt ein Lächeln auf, obwohl sie innerlich traurig ist. Es ist daher festzuhalten, dass durch Stellas Körpersprache deutlich wird, dass sie mit der unangenehmen Situation nicht klarkommt und sie Adrian als störend empfindet. Adrians Gefühle werden besonders durch die Er-/Sie-Erzählform und das personale Erzählverhalten deutlich. Die Konzentration auf Adrians Wahrnehmung wird in der Situation aufgegriffen. Doch auch durch den inneren Monolog merkt man, dass sich sein Handeln und sein Verhalten spalten. Deutlich wird, dass er sich selbst widerspricht. Denn auf die Frage ,,was Stella für ihn tun könnte" (Z. 23) unterscheidet unterscheiden sich der Gedanke und Wunsch von Adrian. Einerseits möchte er „Zwei oder zehn Kleinigkeiten, die dringend mal für (ihn) zu tun wären (Z. 24-25) von Stella erwarten. Doch anstatt seine Wünsche zu äußern, antwortet er mit „Alles bestens.". Durch die Aufzählung seiner Wünsche durch Anaphern (,,du könntest", z.B. Z. 25/26 etc.) wird deutlich, wie sehr er sich danach sehnt. Allerdings wird durch die Verwendung des Konjunktiv II deutlich, dass sich all seine Erwartungen nicht erfüllt haben. Die Verwendung von Adjektiven wie, „enttäuscht“ (Z. 13) oder „nicht unfreundlich“ (Z. 13-14) bezüglich Stellas Verhalten zeigt, dass sie sich verändert hat. Ebenso werden besondere Nomen, mit denen Stella beschrieben wird wie, ,,Mundwinkelmomenten“ (Z. 8/9) oder „Klamottenberg“ (Z. 21/22) verwendet. Stella ist abgelenkt und fühlt sich von Adrian eher gestört. 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Durch einen Parallelismus, der durch eine Konjunktion eingeleitet wird, zeigt sich, dass er sich dabei sehr unwohl fühlt: ,,obwohl er sich nicht ausstehen konnte in diesen Minuten, obwohl ihm seine eigene Anwesenheit genauso verhasst war, wie sie es für Stella sein musste." (Z. 62 / 63). Adrian empfindet in dem Moment, (kein Komma) das Gefühl von Selbsthass, aber trotzdem hat er die Option aufzugeben nicht in Betracht gezogen. Zusammenfassend zeigt sich durch Körpersprache, Verhalten und wortkarge Kommunikation, dass er enttäuscht und traurig ist. Endlich ist Adrian weg. War das ein Kampf... Was hat er sich dabei gedacht, unangekündigt bei mir aufzukreuzen? Es kam alles so plötzlich und ich meine, in wenigen Stunden treffe ich mich mit Dato und das perfekte Outfit steht noch nicht. Vielleicht hätte ich ihn trotzdem freundlicher aufnehmen sollen? Wir haben uns so lange nicht gesehen gehabt und es war einfach komisch (,) sich so wiederzusehen. Wir waren so gute Freunde und dann wurde der Kontakt immer weniger mit ihm. Kann es vielleicht daran liegen, weil ich mit Dato zusammen bin? Mag er ihn nicht? Ist er Eifersüchtig eifersüchtig, weil ich eine Beziehung führe? Was ich auch nicht verstehe ist, was er von mir wollte oder was er von mir genau erwarten würde. Wieso drängt er mich(,) auf seine Fragen zu antworten? Als ob das nicht offensichtlich wäre, dass ich mit Dato ausgehe. Allgemein hat sich Adrian komisch aufgeführt. Es war nicht so wie früher. Eine Spannung zwischen uns war da. Das habe ich gespürt. Naja, aber ich war auch nicht besser. Einerseits hätte ich mich ihm, anstatt mit meiner Kleidung zu beschäftigen, ihm meine Beachtung schenken sollen. Vielleicht ist etwas passiert und er braucht gerade eine gute Freundin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er meine eigentliche Reaktion wahrnehmen konnte. Obwohl ich versucht habe(,) es zu überspielen(,) wird er es mit Sicherheit gemerkt haben. Schließlich kennen wir uns schon seit Kindertagen. Andererseits ist es trotzdem kein Grund, um sich in meine Privatsphäre einzumischen. Ob und wann, (kein Komma) ich mich mit Dato treffe(,) ist ja wohl meine Sache. Deshalb verstehe ich nicht ganz, wieso er mitkommen wollte. In dem Moment war ich einfach nur sprachlos. Ich war teilweise wütend, aber eher überwiegend traurig und enttäuscht. Es war nicht sehr respektvoll und vor allen Dingen nicht nachdem er nach so einer langen Zeit wieder bei mir aufgekreuzt ist. Unglaublich... Es verletzt mich schon auf einer anderen Art und Weise. Ich habe versucht, es irgendwie zu überspielen, aber spätestens dann sollte Adrian bewusst geworden sein, dass ich nicht mit ihm sprechen wollte. Wenigstens ist er schlussendlich wieder gegangen. Ich kann nur hoffen, dass unsere nächste Begegnung anders verläuft. Sehr gute Analyse!!! Insbesondere den inneren Monolog von Stella findet ich sehr gelungen :)