Was sind Balladen und wie erkenne ich sie?
Eine Ballade ist ein mehrstrophiges, erzählendes Gedicht, das eine richtig spannende Geschichte erzählt. Du erkennst Balladen daran, dass sie oft eine Hauptperson haben, die eine schwierige Aufgabe lösen muss oder in ein aufregendes Abenteuer verwickelt wird.
Balladen sind in gereimte Verse und Strophen unterteilt und enthalten viel wörtliche Rede, wodurch die Figuren zum Leben erweckt werden. Sie haben außerdem ein Reimschema (wie die Zeilen sich reimen) und ein Metrum (den Rhythmus).
Die wichtigsten Reimschemata sind der Kreuzreim (ABAB), Paarreim (AABB), Haufenreim (AAAA) und umarmender Reim (ABBA). Das Metrum ist eine bestimmte Abfolge von betonten und unbetonten Silben - wie Jambus unbetont−betont oder Trochäus betont−unbetont.
💡 Merktipp: Balladen sind wie Filme in Gedichtform - sie erzählen dramatische Geschichten mit einem klaren Spannungsbogen!
Die drei Elemente einer Ballade
Das Besondere an Balladen ist, dass sie drei literarische Gattungen in einem Gedicht vereinen. Sie kombinieren Lyrik (Strophen und Reime), Epik (eine erzählte Geschichte mit Figuren) und Dramatik (spannende Konflikte und wörtliche Rede).
Der Spannungsbogen einer Ballade beginnt mit einer Einleitung, steigert sich zu einem dramatischen Höhepunkt und führt dann zu einem oft überraschenden Schluss. Das lyrische Ich fungiert als Vermittler und baut gezielt Spannung auf.
Durch die Kombination dieser Elemente entstehen besonders aufregende Geschehen mit sich zuspitzenden Konflikten, die dich als Leser richtig mitfiebern lassen.