Mia Holls Entwicklung und die Thematik der Selbst- und Fremdbestimmung
In "Corpus Delicti" wird die Entwicklung von Mia Holl von einer Methodenanhängerin zu einer -gegnerin detailliert dargestellt. Diese Entwicklung ist eng mit dem Thema der Selbst- und Fremdbestimmung verknüpft.
Zu Beginn ist Mia eine überzeugte Anhängerin der Methode. Sie hält sich strikt an die Regeln und unterstützt das System durch ihren Beruf als Biologin.
Beispiel: Mia weigert sich anfangs, ins Sperrgebiet zu gehen, was ihr methodenkonformes Verhalten zeigt.
Im Laufe der Handlung wird Mia zunehmend skeptisch gegenüber der Methode. Sie beginnt, Verständnis für ihren Bruder Moritz und seine Abweichungen zu zeigen.
Highlight: Mia lässt "zum Zeichen der Versöhnung" wie Moritz ihre Füße in das Wasser des Flusses hängen, obwohl dies als unhygienisch gilt.
Schließlich entwickelt sich Mia zu einer entschiedenen Gegnerin der Methode. Sie ist bereit, im Kampf gegen das System alles zu riskieren.
Zitat: "Mir ist alles egal (...) und das macht mich gefährlich", sagt Mia, was ihre radikale Wandlung verdeutlicht.
Diese Entwicklung illustriert den Übergang von Fremd- zu Selbstbestimmung, ein zentrales Motiv des Romans.
































