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Der Sandmann - Olimpia, Nathanaels innere und äußere Welt

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 1.Das Verhaltensrepertoire Olimpias (Buch Seite 35, Zeile 24
bis Seite 38, Zeile 28) Aljosha 16.03.2020:
Nathanael lernt Olimpia auf einem

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Das Auftreten von Olimpia, die Gedanken von Nathanel, sowie seine Wahrnehmung der Welt. Ansonsten noch, was es mit einem Automaten Menschen auf sich hat und welche parallele es zu Olimpia gibt

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1.Das Verhaltensrepertoire Olimpias (Buch Seite 35, Zeile 24 bis Seite 38, Zeile 28) Aljosha 16.03.2020: Nathanael lernt Olimpia auf einem Fest kennen. Nachdem er am vorherigen Tag mitbekommen hat, dass in Spalanzanis Hause ein Konzert mit einem Ball stattfinden sollte, war er zunächst sehr erstaunt. Es wird über das Fest gesagt, dass Spalanzani das erste Mal seine Tochter Olimpia „präsentieren" wolle. Nathanael findet eine solche Einladung und geht also auf die Veranstaltung. Zu der Festlichkeit steuert die reich wirkende Olimpia einen wesentlichen Teil bei. Sie bewegt sich wie ein Mensch. Sie spielt sehr gut Klavier(S.36, Z.3) und begeistert ihr Publikum. Also hat sie eine sehr ausgeprägte „Feinmotorik". Nathanael findet sie sofort zum Verlieben, also wirkt sie sehr menschlich. Als ihr Klavierspiel zu Ende ist, beginnt der Ball. Dabei tanzen die beiden miteinander. Auch beim Tanz stellt sie sich sehr geschickt an und zeigt ein gutes Taktgefühl (S.37, Z.2). Also ist auch das, was man bei einem Menschen Grobmotorik nennen würde, sehr ausgeprägt. Jedoch kann sie nicht dauerhaft mit ihm tanzen, sondern muss sich hin und wieder hinsetzen (S.37, Z.10). Olimpia hat also relativ gute Fähigkeiten im künstlerischen Bereich, wie Klavierspielen oder tanzen, jedoch keine abwechslungsreiche Sprache. An dem gesamten Abend sind ihre Wörter lediglich ,,Ach-Ach-Ach" (S.37, Z.25) oder sie seufzt nur. Aber sie ist in der Lage, wenige...

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Worte zu sprechen. Trotz ihrer wenigen Worte und ihrem eiskalten Blick scheint Nathanael aber sehr überzeugt von ihr und will mehr Zeit mit ihr verbringen, da sie für ihn etwas Besonderes darstellt. Sie wirkt also wie ein außergewöhnlicher Mensch und nicht wie eine Maschine. 2. Innere Monolog von Nathanael (Entwicklung und Reaktion/Verhältniss von Nathanaels Verhalten gegenüber Olimpia) 16.03.2020: Komisch, sonst ist in meiner häuslichen Umgebung nie etwas los. Was wohl Spalanzani schon wieder vorhat? Hoffentlich darf ich auch morgen Abend zu dem Fest. Oh, ich habe ja doch eine Einladung bekommen, jetzt aber schnell zu dem Ball, das wird bestimmt aufregend. Vielleicht schaffe ich es dann auch endlich mal 1 nicht mehr an meine Ängste bzgl. Coppelius zu denken und kann endlich mal wieder ein normales Leben führen. Das ist aber schon ganz schön voll hier! Ich hätte nicht gedacht so viele Menschen hier zu treffen. Wer spielt hier den so schön den Flügel? So wie die Person aussieht kann es ja nur die Tochter Spalanzanis sein, also Olimpia. Ich hätte nie gedacht, dass sie so schön spielen kann. Wenn ich doch nur mit ihr sprechen könnte und ihr sagen könnte wie wunderbar und schön ich sie finde. Schade, dass ich erst so spät hierhergekommen bin und in der letzten Reihe sie nur verschwommen wahrnehmen kann. Gut, dass ich von Coppola doch noch ein Wetterglas gekauft habe, vielleicht sehe ich sie dadurch besser. Mist jetzt muss ich doch schon wieder an den Wetterglashändler Coppola und an Coppelius denken. Aber Moment- Olimpia schaut ja genau mich an, sie nimmt also genau mich wahr, was für ein schöner Augenblick! OLIMPIA! Ich liebe dich über alles! Oje, das war jetzt etwas laut... Dabei will ich doch einfach nur mit ihr tanzen, dass wäre wirklich das Beste von allem was ich mir vorstellen könnte. Wie kommt das denn jetzt? Olimpia steht ja direkt neben mir und das ohne Tanzpartner. Jetzt ist meine Chance, was soll ich denn jetzt sagen. Egal ich versuche einfach einen Anfang oder nehme ihre Hand. Sie scheint mich wirklich zu mögen... sonst würde sie mich, glaube ich, nicht so ansehen. Nur ihre Hand fühlt sich so kalt an, so leblos- komisch, dass sie im Gegensatz zu mir so ruhig sein kann, wie das wohl kommt? Jetzt wo mein Wunsch mit Olimpia zu tanzen in Erfüllung gegangen ist, bin ich hoffentlich gut genug für sie. Hoffentlich geht der Abend nie vorbei! Aber wo ist sie jetzt hingegangen...- ach so, sie macht nur eine kurze Pause. Wenn mich jetzt andere zum Tanzen auffordern, werde ich die aber bestimmt ablehnen, jetzt wo ich Olimpia habe. Endlich kann ich die Sorgen aus dem Alltag vergessen und mich hier nur auf Olimpia konzentrieren, ohne beeinflusst zu werden. Schade, dass der Abend schon langsam dem Ende zugeht. Dabei haben wir noch gar nicht richtig gesprochen. Hätte ich vielleicht versuchen sollen ein Gespräch aufzubauen? Hoffentlich habe ich nichts falsch gemacht. Immerhin haben wir uns heute schon geküsst, das war wirklich ein ganz besonderer Abend. Ich würde mich so gerne nochmal mit ihr treffen und mehr Zeit mit ihr verbringen. Ein Glück, dass auch ihr Vater mir am Ende zusagte, Olimpia noch öfter zu sehen. 2 3. Nathanaels Wahrnehmung von der äußeren Realität während des Festes (+Textbeispiele) 17.03: Bei dem Fest, auf welches Nathanael eingeladen ist, hat er nur Olimpia im Blick. Seine Mitmenschen nimmt er als in erster Linie gar nicht richtig wahr. So schreit er laut vor Begeisterung „Olimpia“(S.36, Z.17/18). Er ist also von Olimpia so fasziniert, dass er sich laut dazu äußern muss, ohne an die anderen Zuschauer zu denken, die ihn daraufhin auch befremdet angucken. Nathanael ist lediglich auf Olimpia selbst fixiert, will sie gerne besser kennenlernen und mit ihr Zeit verbringen. Dass es noch andere Personen gibt mit denen er tanzen könnte, zieht er dabei gar nicht in Betracht ,,Mit ihr zu tanzen! – mit ihr! >> das war nun dem Nathanael das Ziel aller Wünsche" (S.36, Z.21/22). Nathanael achtet auch nur auf das Aussehen von Olimpia und beschreibt dieses, nicht aber wie die Veranstaltung generell auf ihn wirkt. Die weitere Entwicklung zwischen Olimpia und ihm wird ebenfalls genau beschrieben, so dass Nathanael nicht einmal mitbekommt, wie andere Gäste schlecht über Olimpia reden. Er ist so in sich vertieft, dass er seine Umgebung ausblendet: „Hätte Nathanael außer der schönen Olimpia noch was anderes zu sehen vermocht [...] offenbar ging das halbleise, mühsam unterdrückte Gelächter, was sich in diesem und jenem Winkel unter den jungen erhob, auf die Olimpia“ (S.37, Z.11-16). Er bekommt auch nicht nur das Geläster nicht mit, sondern auch nicht, dass der Vater von Olimpia, Spalanzani, oftmals an ihnen vorbei ging. (Vgl. S.37, Z.30/31). Als es an diesem Abend später wird und viele Gäste schon gegangen sind, merkt dies Nathanael ebenfalls sehr spät. Für ihn vergeht die Zeit also sehr schnell und er ist darüber verwundert, dass es schon so spät ist. Er scheint sogar so in sich gekehrt zu sein, dass er richtig erschrocken ist, sich so plötzlich von Olimpia verabschieden zu müssen: ...als er ,,zu seinem nicht geringen Schreck gewahr, dass es eben die zwei letzten Lichter in dem leeren Saal herniederbrennen und ausgehen wollten. Längst hatten Musik und Tanz aufgehört >>Trennung, Trennung<< schrie er" (S.38, Z.1-5). Nach diesem Schreck realisiert er seine Umgebung ein wenig besser, was daran zu erkennen ist, dass er Spalanzani wahrnimmt und ihm zuhört was er zu sagen hat. 3 4a: Automaten-Mensch: Ein Automaten-Mensch ist ein künstlicher Mensch, der von Menschen gebaut wurde und besondere Fähigkeiten, aber keine Seele hat. Dabei werden einem Automaten-Menschen Fähigkeiten wie sehr hohe Präzision und übermenschliche Leistungen zugeschrieben. Gerade in den künstlerischen Bereichen sollen die Automaten-Menschen sehr begabt sein und ,,Befehle" sehr genau ausführen können. Bei ihrem Auftreten erscheinen sie sehr zivilisiert, können aber nicht selbst denken, aufgrund dessen, dass sie keine Seele besitzen. Der Antrieb von Automaten-Menschen geschieht über eine Feder, welche aufgezogen werden muss. Somit können sie nur wenige Minuten ihre Tätigkeit ausführen bis sie neu aufgezogen werden müssen. 4b: Avatare: Avatare existieren im Vergleich zu einem Automaten-Menschen nur digital. Das bedeutet also, dass man ihnen nicht im echten Leben begegnen kann, sondern nur virtuell. So wird beispielsweise in einem Computerspiel ein Charakter dem Nutzer zugeordnet. Es geht also eher um 3D Animationen und um intelligente Softwares, welche entwickelt worden sind. Natürlich gibt es auch noch gesonderte Untergruppen von Avataren, die auf verschiedene Art und Weisen funktionieren (z.B. Gravatare) 4c: Androide: Ein Androide ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen, ein sogenannter humanoider Roboter. Im Unterschied zum Roboter ist aber die Menschenähnlichkeit größer. Ein Androide hat eine künstliche Intelligenz, aber keine Gefühle und keinen eigenen Willen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Olimpia: Da es sich bei Olimpia um einen künstlichen Menschen im echten Leben handelt und um nichts Virtuelles, hat sie nichts mit einem sogenannten Avatar gemeinsam. Die Entscheidung, ob sie eher den Androiden oder den Automaten-Menschen zugeordnet werden kann, ist schon schwieriger. Sie hat mit den Androiden die große Menschenähnlichkeit gemeinsam. Jedoch ist ein Androide programmierbar und kann in diesem Rahmen selbständig arbeiten. So weit ist Olimpia nicht, so kann sie beispielsweise nur ,,Ach-ach- ach“ sagen und hat kein größeres Repertoire an Worten. In dieser Hinsicht erscheint sie eher wie ein Automat. Ein Automat wiederholt nämlich nach Definition nur den vordefinierten Arbeitsvorgang. Außerdem muss sie wie ein Automat dauernd aufgezogen werden. Ihre weiteren Fähigkeiten wie Tanzen und Klavierspielen jedoch gehen eigentlich über die Möglichkeiten eines Automaten hinaus. Trotzdem erscheinen Olimpias Bewegungen sehr steif, eben eher ,,automatisch". Generell kann man Olimpia also nicht der einen oder anderen Gruppe zuordnen, zu Androiden und Automaten-Menschen bestehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. 5

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So wie die Person aussieht kann es ja nur die Tochter Spalanzanis sein, also Olimpia. Ich hätte nie gedacht, dass sie so schön spielen kann. Wenn ich doch nur mit ihr sprechen könnte und ihr sagen könnte wie wunderbar und schön ich sie finde. Schade, dass ich erst so spät hierhergekommen bin und in der letzten Reihe sie nur verschwommen wahrnehmen kann. Gut, dass ich von Coppola doch noch ein Wetterglas gekauft habe, vielleicht sehe ich sie dadurch besser. Mist jetzt muss ich doch schon wieder an den Wetterglashändler Coppola und an Coppelius denken. Aber Moment- Olimpia schaut ja genau mich an, sie nimmt also genau mich wahr, was für ein schöner Augenblick! OLIMPIA! Ich liebe dich über alles! Oje, das war jetzt etwas laut... Dabei will ich doch einfach nur mit ihr tanzen, dass wäre wirklich das Beste von allem was ich mir vorstellen könnte. Wie kommt das denn jetzt? Olimpia steht ja direkt neben mir und das ohne Tanzpartner. Jetzt ist meine Chance, was soll ich denn jetzt sagen. Egal ich versuche einfach einen Anfang oder nehme ihre Hand. Sie scheint mich wirklich zu mögen... sonst würde sie mich, glaube ich, nicht so ansehen. Nur ihre Hand fühlt sich so kalt an, so leblos- komisch, dass sie im Gegensatz zu mir so ruhig sein kann, wie das wohl kommt? Jetzt wo mein Wunsch mit Olimpia zu tanzen in Erfüllung gegangen ist, bin ich hoffentlich gut genug für sie. Hoffentlich geht der Abend nie vorbei! Aber wo ist sie jetzt hingegangen...- ach so, sie macht nur eine kurze Pause. Wenn mich jetzt andere zum Tanzen auffordern, werde ich die aber bestimmt ablehnen, jetzt wo ich Olimpia habe. Endlich kann ich die Sorgen aus dem Alltag vergessen und mich hier nur auf Olimpia konzentrieren, ohne beeinflusst zu werden. Schade, dass der Abend schon langsam dem Ende zugeht. Dabei haben wir noch gar nicht richtig gesprochen. Hätte ich vielleicht versuchen sollen ein Gespräch aufzubauen? Hoffentlich habe ich nichts falsch gemacht. Immerhin haben wir uns heute schon geküsst, das war wirklich ein ganz besonderer Abend. Ich würde mich so gerne nochmal mit ihr treffen und mehr Zeit mit ihr verbringen. Ein Glück, dass auch ihr Vater mir am Ende zusagte, Olimpia noch öfter zu sehen. 2 3. Nathanaels Wahrnehmung von der äußeren Realität während des Festes (+Textbeispiele) 17.03: Bei dem Fest, auf welches Nathanael eingeladen ist, hat er nur Olimpia im Blick. Seine Mitmenschen nimmt er als in erster Linie gar nicht richtig wahr. So schreit er laut vor Begeisterung „Olimpia“(S.36, Z.17/18). Er ist also von Olimpia so fasziniert, dass er sich laut dazu äußern muss, ohne an die anderen Zuschauer zu denken, die ihn daraufhin auch befremdet angucken. Nathanael ist lediglich auf Olimpia selbst fixiert, will sie gerne besser kennenlernen und mit ihr Zeit verbringen. Dass es noch andere Personen gibt mit denen er tanzen könnte, zieht er dabei gar nicht in Betracht ,,Mit ihr zu tanzen! – mit ihr! >> das war nun dem Nathanael das Ziel aller Wünsche" (S.36, Z.21/22). Nathanael achtet auch nur auf das Aussehen von Olimpia und beschreibt dieses, nicht aber wie die Veranstaltung generell auf ihn wirkt. Die weitere Entwicklung zwischen Olimpia und ihm wird ebenfalls genau beschrieben, so dass Nathanael nicht einmal mitbekommt, wie andere Gäste schlecht über Olimpia reden. Er ist so in sich vertieft, dass er seine Umgebung ausblendet: „Hätte Nathanael außer der schönen Olimpia noch was anderes zu sehen vermocht [...] offenbar ging das halbleise, mühsam unterdrückte Gelächter, was sich in diesem und jenem Winkel unter den jungen erhob, auf die Olimpia“ (S.37, Z.11-16). Er bekommt auch nicht nur das Geläster nicht mit, sondern auch nicht, dass der Vater von Olimpia, Spalanzani, oftmals an ihnen vorbei ging. (Vgl. S.37, Z.30/31). Als es an diesem Abend später wird und viele Gäste schon gegangen sind, merkt dies Nathanael ebenfalls sehr spät. Für ihn vergeht die Zeit also sehr schnell und er ist darüber verwundert, dass es schon so spät ist. Er scheint sogar so in sich gekehrt zu sein, dass er richtig erschrocken ist, sich so plötzlich von Olimpia verabschieden zu müssen: ...als er ,,zu seinem nicht geringen Schreck gewahr, dass es eben die zwei letzten Lichter in dem leeren Saal herniederbrennen und ausgehen wollten. Längst hatten Musik und Tanz aufgehört >>Trennung, Trennung<< schrie er" (S.38, Z.1-5). Nach diesem Schreck realisiert er seine Umgebung ein wenig besser, was daran zu erkennen ist, dass er Spalanzani wahrnimmt und ihm zuhört was er zu sagen hat. 3 4a: Automaten-Mensch: Ein Automaten-Mensch ist ein künstlicher Mensch, der von Menschen gebaut wurde und besondere Fähigkeiten, aber keine Seele hat. Dabei werden einem Automaten-Menschen Fähigkeiten wie sehr hohe Präzision und übermenschliche Leistungen zugeschrieben. Gerade in den künstlerischen Bereichen sollen die Automaten-Menschen sehr begabt sein und ,,Befehle" sehr genau ausführen können. Bei ihrem Auftreten erscheinen sie sehr zivilisiert, können aber nicht selbst denken, aufgrund dessen, dass sie keine Seele besitzen. Der Antrieb von Automaten-Menschen geschieht über eine Feder, welche aufgezogen werden muss. Somit können sie nur wenige Minuten ihre Tätigkeit ausführen bis sie neu aufgezogen werden müssen. 4b: Avatare: Avatare existieren im Vergleich zu einem Automaten-Menschen nur digital. Das bedeutet also, dass man ihnen nicht im echten Leben begegnen kann, sondern nur virtuell. So wird beispielsweise in einem Computerspiel ein Charakter dem Nutzer zugeordnet. Es geht also eher um 3D Animationen und um intelligente Softwares, welche entwickelt worden sind. Natürlich gibt es auch noch gesonderte Untergruppen von Avataren, die auf verschiedene Art und Weisen funktionieren (z.B. Gravatare) 4c: Androide: Ein Androide ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen, ein sogenannter humanoider Roboter. Im Unterschied zum Roboter ist aber die Menschenähnlichkeit größer. Ein Androide hat eine künstliche Intelligenz, aber keine Gefühle und keinen eigenen Willen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Olimpia: Da es sich bei Olimpia um einen künstlichen Menschen im echten Leben handelt und um nichts Virtuelles, hat sie nichts mit einem sogenannten Avatar gemeinsam. Die Entscheidung, ob sie eher den Androiden oder den Automaten-Menschen zugeordnet werden kann, ist schon schwieriger. Sie hat mit den Androiden die große Menschenähnlichkeit gemeinsam. Jedoch ist ein Androide programmierbar und kann in diesem Rahmen selbständig arbeiten. So weit ist Olimpia nicht, so kann sie beispielsweise nur ,,Ach-ach- ach“ sagen und hat kein größeres Repertoire an Worten. In dieser Hinsicht erscheint sie eher wie ein Automat. Ein Automat wiederholt nämlich nach Definition nur den vordefinierten Arbeitsvorgang. Außerdem muss sie wie ein Automat dauernd aufgezogen werden. Ihre weiteren Fähigkeiten wie Tanzen und Klavierspielen jedoch gehen eigentlich über die Möglichkeiten eines Automaten hinaus. Trotzdem erscheinen Olimpias Bewegungen sehr steif, eben eher ,,automatisch". Generell kann man Olimpia also nicht der einen oder anderen Gruppe zuordnen, zu Androiden und Automaten-Menschen bestehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. 5