Der Aufbruch nach Venedig (Kapitel 1-3)
Stell dir vor, du bist total gestresst von der Schule und brauchst einfach mal eine Auszeit - genau so fühlt sich der Schriftsteller Gustav von Aschenbach am Anfang der Geschichte. Bei einem Spaziergang in München trifft er auf einen mysteriösen fremden Mann, der in ihm plötzlich eine wilde Reiselust auslöst.
Zwei Wochen später sitzt Aschenbach tatsächlich auf einem Dampfer nach Venedig. Schon während der Fahrt begegnet er seltsamen Gestalten - einem komischen Ticketverkäufer und einem alten Mann, der sich krampfhaft jung zu machen versucht.
In Venedig angekommen, passiert das Entscheidende: Aschenbach erblickt Tadzio, einen etwa 14-jährigen polnischen Jungen von außergewöhnlicher Schönheit. Obwohl er eigentlich schon wieder abreisen will, hält ihn diese Begegnung in der Stadt fest. Als sein Gepäck "zufällig" in die falsche Richtung geschickt wird, nutzt er das als Vorwand zum Bleiben.
Merk dir: Die mysteriösen Begegnungen zu Beginn der Geschichte sind typisch für Manns symbolische Erzählweise - sie deuten das kommende Unheil bereits an.



