Die Unzufriedenheit des lyrischen Ich
Das lyrische Ich fühlt sich in seiner Welt richtig unwohl - und das aus gutem Grund! Es erlebt sein Leben als unfrei und von starren Regeln bestimmt. Die Gesellschaft wird komplett von Rationalität dominiert, während Emotionen und Fantasie völlig ignoriert werden.
Besonders nervt es die Ungleichbehandlung verschiedener Lebensbereiche: Wissenschaft wird über alles gestellt, während Kunst, Religion und Gefühle als unwichtig abgestempelt werden. Diese Trennung macht das Leben künstlich und kalt.
Das Irrationale - also alles, was nicht messbar oder logisch erklärbar ist - findet einfach keine Beachtung. Deshalb sucht das lyrische Ich nach Klarheit, Sicherheit und vor allem nach Freiheit von diesen einengenden Strukturen.
Merktipp: Das lyrische Ich will nicht zurück ins Mittelalter - es träumt von einer Welt, in der Verstand UND Gefühl gleichberechtigt sind!




























