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Dramenszenenanalyse Emilia Galotti 3. Aufzug, 5. Auftritt

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 Dramenszenenanalyse 3. Aufzug, 5. Auftritt
Das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti", welches von Gotthold Ephraim Lessing in der
Epoche

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Um mich auf die Klassenarbeit vorzubereiten, habe ich eine Dramenszenenanalyse geschrieben (3. Aufzug, 5. Auftritt). Ich hoffe, dass sie dem einen oder anderen helfen kann :)

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Dramenszenenanalyse 3. Aufzug, 5. Auftritt Das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti", welches von Gotthold Ephraim Lessing in der Epoche der Aufklärung geschrieben wurde, wurde am 8. März 1772 in Braunschweig uraufgeführt. Die Protagonisten in diesem Trauerspiel sind der adelige Prinz Hettore Gonzaga und die bürgerliche Emilia Galotti, welche in Guastalla (Oberitalien) leben. Das Drama handelt von dem Erstarken der bürgerlichen Werte und dem daraus entstehenden Konflikt mit dem Adel. Im vorliegenden Dramenausschnitt, (3. Aufzug, 5. Auftritt ; S. 48, Z. 31 - S. 50, Z. 14) ereignet sich ein Gespräch zwischen dem Adeligen und Emilia Galotti. Nachdem die Hochzeitskutsche der Emilia, welche an diesem Tag den Grafen Appiani heiraten wollte, überfallen wurde, befindet sie sich nun auf dem Lustschloss Dosalo des Prinzen. Sie ist sehr besorgt um ihre Mutter und ihren Geliebten, was man an den Worten ,,Wo sind sie? Wo ist meine Mutter?“ (S. 48, Z. 34f.) und ,,Gott, in welchem Zustande werde ich die Eine oder den Anderen vielleicht treffen!" (S. 49, Z. 2f.) erkennen kann. Die Beiden wurden nämlich nicht wie sie „gerettet“ und auf das Schloss gebracht, sondern befinden sich noch am Unglücksort. Später kommt ihre Mutter dann dazu und Emilia erfährt, dass der Graf gestorben ist, was sie jedoch erstaunlich kalt lässt. Auffällig in der Szene ist das komplementäre Kommunikationsverhalten...

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der beiden Gesprächspartner. Hettore Gonzaga dominiert, was dadurch deutlich wird, dass er sehr viel spricht, Emilia hingegen zeigt sich ihm eher unterworfen, was wahrscheinlich daran liegt, dass er der adelige Prinz ist und sie ihm somit untergeordnet ist. Ihre kurzen Fragen und Aussagen könnten ein Beleg dafür sein, dass sie den Prinzen achtet und vielleicht sogar eingeschüchtert von ihm ist, da er sie am Morgen in der Kirche mit zudringlichen Worten irritiert und fast schon bedrängt hat, was sie als sehr beängstigend empfand (vgl. S. 31, Z. 13 - 27). Dadurch, dass sie ständig nach ihrer Mutter fragt, wirkt sie ziemlich kindisch und unsicher, was dem Prinzen natürlich nicht entgeht. Er versucht den „Helden“ zu spielen und Emilia so zu beeindrucken, wie man an seinen ständigen Beruhigungsversuchen erkennen kann (vgl. S. 48, Z.31- S. 49, Z. 1). Außerdem fällt auf, dass keine bildliche Sprache in Form von Metaphern oder Personifikationen in dem Dramenausschnitt vorhanden sind, es jedoch eine Anapher gibt. Der Prinz beginnt drei aufeinanderfolgende Sätze mit dem Wort ,,Nur“, was bewirkt, dass das Liebesgeständnis, welches er in diesem Moment ablegt, noch einmal verdeutlicht wird (vgl. S. 49, Z. 36 - S. 50, Z. 2). Die Szene ist nach der Dramenpyramide nach Gustav Freytag aufzuteilen. Die Exposition umfasst hierbei den Textausschnitt von S. 48, Z. 31 - S. 49, Z. 1, in dem der Prinz versucht die besorgte Emilia mit den Worten „Sie sind doch wohl? - Nun, so ist alles wohl! Der Graf, Ihre Mutter-" zu beruhigen. Hier wird man in das Geschehen eingeleitet und erfährt, dass Emilia noch immer Sorge um ihre Mitreisenden hat. Die Steigende Handlung befindet sich im Textausschnitt S. 49, Z. 2 - 22. Emilia schöpft Verdacht und macht dem Prinzen einen Vorwurf, dass er ihr etwas verheimlichen würde. Der Prinz versucht erst sie zu beruhigen, realisiert dann jedoch, dass sie ihn verdächtigt, etwas mit dem Überfall zu tun zu haben. Dies ist dann der Höhepunkt der Szene, denn Emilia erhebt schwere Anschuldigungen gegenüber dem, ihr überlegenen, Prinzen. Da sie ihm unterworfen ist, fällt Emilia vor ihm auf die Knie, um ihm zu zeigen, dass sie ihn respektiert und um um seine Gnade zu bitten. Daraufhin hilft der Prinz ihr auf, meint, dass er ihre Anschuldigung verdient und bittet um Verzeihung. Das retardierende Moment umfasst dann den Textausschnitt S. 49, Z. 23 - S. 50, Z. 2, wo der Prinz Emilia fast schon ein Liebesgeständnis macht. Die Katastrophe geht dann von S. 50, Z. 3 - 14; Der Prinz nimmt Emilia mit den Worten ,,Nun kommen Sie, mein Fräulein - kommen Sie, wo Entzückungen auf die warten, die Sie mehr billigen“ (S. 50, Z. 3f.) auf ein Zimmer. Man weiß nicht, was nun passiert, kann es sich abermals aufgrund des Vorfalls in der Kirche am Morgen, vorstellen. Daran, dass Emilia sich erst sogar dagegen wehrt, mit dem Prinzen mitzugehen, erkennt man, dass sie noch immer beängstigt von dem Vorfall am Morgen ist und sich wahrscheinlich auch denken kann, was der Prinz mit ihr vor hat. Meiner Meinung nach ist die Szene von Bedeutung für den weiteren Verlauf des Dramas, denn der Prinz offenbart Emilia die Gefühle, die er ihr gegenüber empfindet, sodass sie jetzt weiß, warum er ihr in der Kirche so nahe kam. Außerdem nimmt er sie anschließend mit in einen Raum, wo sie dann später auch von ihrer Mutter und auch ihrem Vater gefunden wird und in welchem sie am Ende auch stirbt. Dadurch, dass der Prinz versucht, sie so zu manipulieren, dass sie denkt, er sei nett und vielleicht ein potenzieller Ehemann, wo Graf Appiani nun tot ist, wird nun auch eine gewisse Spannung aufgebaut, weshalb man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht.

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