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Emilia Galotti: Charakterisierung des Prinzen in 1,1

Emilia Galotti: Charakterisierung des Prinzen in 1,1

 Emilia
Galotti
CHARAKTERISIERUNG DES PRINZEN
Das Drama ,,Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahre 1772 ist eine
Tragödie

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Nadine Schneider

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Es handelt sich um eine Charakterisierung des Prinzen aus dem Drama „Emilia Galotti“ anhand des Aufzug I Auftritt I

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Emilia Galotti CHARAKTERISIERUNG DES PRINZEN Das Drama ,,Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahre 1772 ist eine Tragödie der Aufklärung und beinhaltet politische Konflikte, sowie alte feudale Vorstellungen von Liebe und Ehe, die auf das neue bürgerliche Liebesverständnis der Empfindsamkeit stoßen. Ein Prinz verliebt sich in eine Bürgerliche und erfährt von ihrer Hochzeit, welche er dringlichst verhindern möchte. Aufzug I, erster Auftritt Im ersten Auftritt des ersten Aufzuges bearbeitet Prinz Hettore von Gustalla Bittschriften in seinem Schloss. Er beschwert sich, denn alles was er ließt sind „Klagen, nichts als Klagen! Bittschriften, nichts als Bittschriften!" (S.5, Z.5f.), was darauf hindeutet, dass ihm seine Arbeit/Verantwortung als Adeliger nicht sonderlich amüsiert. Diese Feststellung wird dadurch bestärkt, dass er nicht verstehen kann, wieso die Menschen ihn beneiden (vgl.S.5, Z.7f.). Bezüglich seiner Persönlichkeit und seines Handelns scheint Prinz Hettore eine sehr emotionale Person zu sein, die gelegentlich auch willkürlich nach Laune handelt, was daran zu erkennen ist, dass er eine der Bittschriften alleine wegen dem Namen der Absenderin unterzeichnet (vgl.S.5, Z.14), obwohl er zuvor selbst der Meinung ist, es sei ,,viel gefodert; sehr viel." (S.5, Z.13). Er geht also offensichtlich nicht sonderlich verantwortungsbewusst um mit seiner Rolle als Prinz, sondern ist noch recht kindisch und handelt unbedacht. Des Weiteren kann man bereits erahnen, dass der Prinz an einer gewissen Emilia Galotti interessiert ist,...

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denn er reagiert enttäuscht, als er merkt, dass es sich um eine „Emilia Bruneschi - nicht Galotti. Nicht Emilia Galotti!" (S.5, Z.11f.) handelt. Nach diesem kleinen Vorfall kann er nicht mehr weiterarbeiten, denn „weg ist [s]eine Ruhe - und alles! (S.5, Z.23f.). Emilia scheint ihn also derzeit sehr zu beschäftigen. Während der Prinz noch mit seiner Arbeit beschäftigt ist, sagt er, dass er zu früh mit seinen Aufgaben angefangen habe und bei dem schönen Morgen lieber ausfahren wolle (vgl.S.5, Z.18f.), was zeigt, dass er ein lebhafter, spontaner Mensch ist. Bei diesem Ausflug verlangt er die Begleitung von seinem Kammerherr Marinelli (vgl.S.5, Z.19f.), daher ist anzunehmen, dass er zu diesem eine gute Beziehung pflegt. Vorher bringt sein Kammerdiener jedoch einen Brief der Gräfin Orsina rein, mit welcher der Prinz in einer Liebschaft war, zu der er aber keine Gefühle mehr hegt, denn er sagt, er ,,habe sie zu lieben geglaubt" (S.6, Z.5f.) und betont die Vergangenheitsform auch noch einmal. Scheinbar ist Hettore auch genervt von ihr, denn instinktiv sagt er, es sei „desto schlimmer" (S.6, Z.1), dass Orsina in der Stadt und nicht auf ihrer Villa ist und liest sich ihren Brief nicht wirklich durch, sondern wirft ihn sofort wieder weg (vgl.S.6, Z.4f.). Am Ende des Auftrittes berichtet der Kammerdiener dem Prinzen, dass der Maler Conti ihn gerne besuchen möchte, worüber der Prinz erfreut ist, denn „das wird [ihm] andere Gedanken in den Kopf bringen." (S.6, Z.11). Eventuell mag er also Kunst. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man den Prinzen anhand des ersten Auftrittes zwar noch nicht vollständig beurteilen kann, aber annehmen kann, dass er nicht vollständig glücklich mit seiner Position ist, da er sehr emotional, lebhaft und gewissermaßen unverantwortlich ist, was mit der Rolle eines Prinzen eigentlich nicht vereinbar ist. Außerdem ist zu erwähnen, dass Emilia Galotti ihm wohl besonders wichtig zu sein scheint.

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