Symbolismus - Schönheit statt Belehrung
Der Symbolismus wollte eine Welt der Schönheit erschaffen, weil die reale Welt zu hässlich geworden war. Die Symbolisten glaubten: Hinter allem Sichtbaren steckt etwas Unsichtbares, das nur durch Symbole ausgedrückt werden kann.
"Kunst für die Kunst" war ihr Motto - sie wollten nicht belehren, sondern die Seele berühren. Ihre formvollendete Sprache war wie Musik: voller Rhythmus, Metaphern und Bilder. Rilke, Hofmannsthal und George waren die Stars dieser Bewegung.
Sprachlich experimentierten sie mit Sprachmagie, Synästhesie (Vermischung der Sinne) und Klangkorrespondenzen. Paradoxerweise litt der Symbolismus gleichzeitig unter Sprachskepsis - dem Zweifel, ob Sprache überhaupt die Wahrheit ausdrücken kann.
Tipp fürs Abi: Erkennst du Symbolismus an der musikalischen, mehrdeutigen Sprache und der Ablehnung gesellschaftlicher Realitäten!