Die Hauptfiguren: Fabian und Labude
Jakob Fabian ist der Protagonist des Romans - ein pessimistisch-fatalistischer Charakter, der sich einfach durchs Leben treiben lässt. Er ist ein distanzierter Beobachter der Gesellschaft und zweifelt stark am sozialen Fortschritt. Seine idealistische Geschichtsauffassung zeigt sich in seinem Motto: "Das Bewusstsein bestimmt das Sein."
Stephan Labude ist Fabians langjähriger und einziger Freund aus großbürgerlichen Verhältnissen. Als Doktor der Germanistik vertritt er linksliberale Ansichten und ist politisch engagiert. Im Gegensatz zu Fabian hat er ein optimistischeres Weltbild und hofft auf gesellschaftlichen Fortschritt.
Die beiden Freunde unterscheiden sich grundlegend in ihrer Haltung: Während Fabian sich aus der Gesellschaft zurückzieht, engagiert sich Labude aktiv. Labude folgt einer materialistischen Geschichtsauffassung: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein." Sein starker Ehrgeiz und die Arbeit an seiner Habilitationsschrift führen ihn tragischerweise in den Suizid.
Merktipp: Die beiden Freunde repräsentieren zwei verschiedene Lebenseinstellungen der Zeit - den passiven Beobachter und den aktiven Gestalter.




