Analyseschema für Gedichte
Eine gelungene Gedichtanalyse beginnt mit einem präzisen Einleitungssatz. Nenne darin die Gedichtform, den Autor, den Titel, das Erscheinungsjahr und das Thema – wenn möglich auch die literarische Epoche.
Formuliere anschließend eine Deutungshypothese zur Grundstimmung des Gedichts. Du könntest schreiben: "Das Gedicht hinterlässt beim ersten Lesen den Eindruck von Schwermut" oder "Schon der Titel deutet auf eine Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit hin."
Im Hauptteil analysierst du zunächst den formalen Aufbau:
- Gedichtform (Sonett, Ballade, etc.)
- Reimschema (z.B. Kreuzreim abab oder Paarreim aabb)
- Strophen- und Versanzahl
- Metrum und Kadenzen
💡 Praxistipp: Das Reimschema erkennen ist einfacher, wenn du die Endreime der Verse markierst und mit Buchstaben (a, b, c...) kennzeichnest. Ein Reimschema wie "abcb" deutet auf einen umarmenden Reim hin.
Bei der inhaltlichen Analyse gehst du Strophe für Strophe vor und verbindest den Inhalt mit den verwendeten rhetorischen Mitteln. Achte auf das lyrische Ich, zentrale Motive, Metaphern und den Satzbau. Für die Einleitung zur Gedichtanalyse in der Romantik ist der Bezug zur Epoche besonders wichtig.







