Rhetorische Figuren erkennen und deuten
Rhetorische Figuren verstärken die Wirkung von Gedichten enorm. Metaphern übertragen Bedeutungen ohne Vergleichswort ("Meer von Tränen"), während Vergleiche das Wörtchen "wie" benutzen. Personifikationen vermenschlichen Dinge ("schläfrige Dörfer").
Wiederholungsfiguren schaffen Eindringlichkeit: Anapher wiederholt Wörter am Versanfang, Epipher am Ende. Alliterationen verbinden Wörter durch gleiche Anfangslaute. Klimax steigert sich dreigliedrig ("kam, sah, siegte").
Gegensätze erzeugen Spannung: Antithese stellt Begriffe gegenüber, Paradoxon schafft Scheinwidersprüche. Hyperbeln übertreiben stark, Euphemismen beschönigen. Diese Figuren analysierst du nicht nur, sondern deutest ihre Wirkung im Gedicht.
Übungstrick: Lies Gedichte laut — rhetorische Figuren fallen beim Hören oft schneller auf!