Grundlagen der Gedichtsanalyse
Die Gedichtsanalyse startet immer mit einer Deutungshypothese - das ist deine erste Vermutung, worum es in dem Gedicht geht. Hier formulierst du die Hauptaussage, die Intention des Autors und welche Wirkung das Gedicht haben könnte.
Bei der formalen Gestaltung schaust du dir Aufbau, Reim und Versmaß an. Das Metrum ist die Abfolge betonter und unbetonter Silben - Jambus unbetont−betont, Trochäus betont−unbetont, Anapäst unbetont−unbetont−betont oder Daktylus betont−unbetont−unbetont.
Die inhaltliche Gliederung umfasst Titel, Autor, Gedichtart und Epoche. Wichtige Gedichtarten sind: Ballade (mehrstrophiges Erzählgedicht), Elegie (Klagegedicht), Hymne (Lobgesang) oder Sonett (zwei Quartette, zwei Terzette).
Reimschemata wie Paarreim (aabb), Kreuzreim (abab) oder umarmender Reim (abba) geben dem Gedicht seinen Rhythmus. Achte auch auf Enjambements - das sind Zeilensprünge, wo Sätze über Versenden hinausgehen.
Tipp: Lies das Gedicht mehrmals laut vor - so erkennst du Rhythmus und Betonungen viel besser!