Gedichtformen und ihre Bausteine
Gedichte folgen bestimmten Rhythmusregeln, die du dir wie den Takt in der Musik vorstellen kannst. Das Metrum unterscheidet zwischen betonten und unbetonten Silben - so wie du auch beim Sprechen manche Wörter betonst.
Die vier wichtigsten Versfüße sind Jambus (unbetont-betont), Trochäus (betont-unbetont), Daktylus (betont-unbetont-unbetont) und Anapäst (unbetont-unbetont-betont). Diese wiederholen sich im Gedicht und schaffen den Rhythmus.
Bei den Reimschemata gibt's fünf Haupttypen: Paarreim (aabb), Kreuzreim (abab), umarmender Reim (abba), Haufenreim (aaaa) und Schweifender Reim (aabccb). Das Enjambement beschreibt übrigens, wenn ein Satz über das Versende hinaus in die nächste Zeile fließt.
Merktipp: Ein Sonett hat immer 14 Zeilen - 2x4 Zeilen (Quartette) plus 2x3 Zeilen (Terzette). Das ist wie ein festes Rezept!
Andere wichtige Formen sind die Volksliedstrophe (vier Zeilen mit Kreuzreim), das Madrigal (sehr frei gestaltbar) und die Elegie (besteht aus aneinandergereihten Distichen).



























