Aufbau und Form des Gedichts
Trakls Expressionismus wird schon durch die strenge Form deutlich: Sechs Strophen mit je vier Versen, fünfhebiger Jambus und durchgehend umarmender Reim. Diese klare Struktur war typisch für die Zeit, denn die Expressionisten fühlten sich orientierungslos und suchten wenigstens in der Form Halt.
Die ersten beiden Strophen bombardieren dich regelrecht mit negativen Eindrücken. Die Stadt liegt "öd und braun" da – wie ein Leichnam. Der gräuliche Gestank der Industrie, das "Donnern" der Züge und die "geduckte Hütten" zeichnen ein düsteres Bild der Vorstadt.
Der Föhn löst eine Art Reizüberflutung aus: Überall herrscht Hektik, die Pfade sind "wirr verstreut" und aus den Gärten "schwillt Geheul". Sogar die Kinder toben chaotisch herum – das rote Kleid wirkt dabei fast bedrohlich.
Tipp: Achte darauf, wie Trakl alle Sinne anspricht – Sehen, Hören, Riechen. Diese Technik verstärkt das Gefühl der Überforderung enorm.





























