Das Gedicht im Überblick
Stell dir vor, du müsstest alles aufschreiben, was du besitzt - Günter Eichs "Inventur" macht genau das. Das lyrische Ich zählt systematisch seine wenigen Habseligkeiten auf: Kleidung, Rasierzeug, Essensgegenstände und sogar einen begehrten Nagel.
Das Gedicht besteht aus 7 Strophen mit je 4 Versen - insgesamt 28 Zeilen ohne festes Reimschema. Die Sprache ist bewusst schlicht und parataktisch (einfache Hauptsätze), was wie eine sachliche Bestandsaufnahme wirkt. Durch häufige Enjambements fließen die Verse ineinander über.
Ein wichtiges Stilmittel ist das Possessivpronomen "mein", das immer wieder betont wird. Dadurch wird klar: Diese wenigen Gegenstände sind alles, was das lyrische Ich noch besitzt und sie sind deshalb unglaublich wertvoll.
Merktipp: Die nüchterne, schmucklose Sprache spiegelt die karge Lebenssituation nach dem Krieg wider - Form und Inhalt passen perfekt zusammen.



