Die Geburt eines Außenseiters
Jean-Baptiste Grenouille wird am 17. Juli 1738 unter widrigsten Umständen auf einem Fischmarkt in Paris geboren. Seine Mutter, die bereits mehrere Kinder zur Welt gebracht und beseitigt hat, wird nach der Entbindung verhaftet und hingerichtet. Der Säugling Grenouille überlebt und fällt sofort durch seinen unstillbaren Hunger auf.
Aufgrund seines übermäßigen Appetits gibt die erste Amme, Jeanne Bussie, ihn an das Kloster von Saint-Merri ab. Dort bemerkt Pater Terrier etwas Seltsames an dem Kind - es riecht alles in seiner Umgebung intensiv, während es selbst keinen Eigengeruch besitzt. Dies erschreckt den Pater so sehr, dass er Grenouille schnell weiterreicht.
Schließlich landet Grenouille bei der gefühlskalten Madame Gaillard, wo er zwar ohne Zuneigung, aber mit dem Nötigsten versorgt wird. Bereits als kleines Kind zeigt sich sein außergewöhnlicher Geruchssinn, als er sein erstes Wort spricht: "Fische". Seine sprachliche Entwicklung bleibt jedoch eingeschränkt - er lernt nur Wörter, die er mit Gerüchen verbinden kann.
📌 Achtung: Grenouilles fehlendes Mitgefühl und sein übernatürlicher Geruchssinn machen ihn von Beginn an zu einem Außenseiter, den andere Kinder meiden und fürchten. Dieses Detail ist entscheidend für das Verständnis seiner späteren Entwicklung.











