Aufbau und Durchführung der literarischen Erörterung
Die literarische Erörterung folgt einem strukturierten Aufbau, der eine gründliche und systematische Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht.
Hinführung
Die Einleitung dient dazu, das Interesse des Lesers zu wecken und in das Thema einzuführen. Folgende Elemente sollten enthalten sein:
- Ein interessanter Einstieg, z.B. durch ein Zitat, eine Anekdote oder eine persönliche Erfahrung
- Eine knappe Erläuterung des vorgegebenen Themas
- Angaben zum Außentext: Verfasser, Titel, Entstehungsjahr, Textgattung und eventuell Erscheinungskontext
Wiedergabe des Außentextes
In diesem Teil geht es darum, die Thesen des Außentextes neutral und präzise wiederzugeben:
- Neutrale Darstellung der Thesen im Präsens
- Erklärung der vom Text aufgestellten Thesen ohne eigene Bewertung
- Verwendung von Zitaten und Paraphrasierungen
- Erklärung zentraler Begriffe
- Vollständige Zerlegung des Textes mit Bezugnahme auf jede einzelne These
Definition: Paraphrasierung - Die Wiedergabe eines Textes oder einer Aussage in eigenen Worten, ohne den Sinn zu verändern.
Überleitung
Vor der eigentlichen Erörterung erfolgt eine Überleitung, die das zu diskutierende literarische Werk vorstellt:
- Angaben zum literarischen Werk: Verfasser, Titel, Entstehungsjahr, Textgattung und eventuell Erscheinungskontext
- Einordnung von Autor, Text und Thema in übergreifende Zusammenhänge (biografischer, historischer, politischer Kontext)
Highlight: Eine sorgfältige Wiedergabe des Außentextes und eine klare Überleitung zum literarischen Werk bilden die Grundlage für eine fundierte Erörterung.



