Mondnacht - Eichendorffs romantisches Meisterwerk
Eichendorffs "Mondnacht" fängt mit einem märchenhaften Einstieg an, der sofort Stimmung macht. Die erste Strophe beschreibt, wie Himmel und Erde sich durch einen Kuss vereinigen - eine Metapher, die das romantische Motiv der Verschmelzung von Natur und Kosmos zeigt.
Die zweite Strophe bringt das Nachtmotiv der Romantik voll zur Geltung. Durch Synästhesie - also die Vermischung verschiedener Sinneswahrnehmungen - werden die Felder, das Rauschen der Wälder und die sternklare Nacht spürbar, sichtbar und hörbar zugleich.
In der dritten Strophe wird's richtig romantisch: Die Seele spannt ihre Flügel aus und fliegt "nach Haus". Diese Metapher des Seelenflugs zeigt die typisch romantische Sehnsucht nach Grenzenlosigkeit und Heimat. Der Wechsel zwischen Konjunktiv II (Strophe 1 und 3) und Indikativ (Strophe 2) verstärkt den träumerischen Charakter.
Merktipp: Die drei Strophen folgen einer klaren Struktur: Himmel-Erde-Verschmelzung → Naturharmonie → Seelenflug. Das ist wie ein romantisches Dreigangmenü!