Journalismus in der digitalen Ära
Die Texte von Bernhard Pörksen ("Alle müssen Journalisten sein") und Joachim Frank (Interview mit Jochen Hörisch) analysieren die Herausforderungen des modernen Journalismus im digitalen Zeitalter.
Probleme der modernen Medienlandschaft
- Jeder kann heute Sender sein - Fake News bedrohen die liberale Demokratie
- Die Autorität des klassischen Journalismus schwindet
- Beiträge in sozialen Netzwerken werden willkürlich geprüft
- Die Zahlungsbereitschaft für Qualitätsjournalismus ist sehr gering
- Es gibt eine Entfremdung zwischen klassischen Medien und Publikum
Schlüsselkonzept: Die redaktionelle Gesellschaft nach Pörksen bedeutet, dass journalistische Normen und Prinzipien zur Allgemeinbildung gehören und dem öffentlichen Diskurs als Wertegerüst dienen sollten.
Lösungsvorschläge
Utopie der redaktionellen Gesellschaft:
- Journalistische Normen und Prinzipien als fester Bestandteil der Allgemeinbildung
- Einführung eines Schulfachs für Medienkompetenz
- Integration von philosophischer Ethik, Sozialpsychologie, Medienwissenschaften und Informatik
- Angewandte "Irrtumswissenschaften" und Manipulationsschulung
Regulation sozialer Netzwerke:
- Einrichtung eines Plattformrats zur Einforderung von Diskurs- und Transparenzpflichten
- Der Plattformrat sollte aus Plattformbetreibern, Journalisten, Verlegern, Wissenschaftlern und Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen bestehen
Journalisten als "Barkeeper":
- Produzent von hochwertigen "Nachrichtencocktails"
- Trend zur Personalisierung - Namen werden zu Marken
- Vorbild an der Musikindustrie nehmen (Streaming, Abonnements)
Qualitätsjournalismus wird in beiden Texten definiert durch:
- Gute Recherchen und sorgfältige Auswahl (Relevanz)
- Angemessene Darstellung und Transparenz (Arbeit + Quellen)
- Begründung der journalistischen Arbeit
- Grundsätze wie Transparenz und Dialog
Fallbeispiel: Die Fake News Unterrichtsmaterial PDF der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, wie im Unterricht konkrete Beispiele für Fehlinformationen analysiert werden können, um die im Text geforderte Medienkompetenz zu fördern.
Dies sind wichtige Grundlagen für Schüler, die sich auf das Deutsch Abitur 2021 in Niedersachsen vorbereiten oder die Pflichtlektüre Deutsch Abitur 2024 Niedersachsen bearbeiten.


























