Grundlagen und historische Hintergründe
Nach der gescheiterten Märzrevolution 1848 wenden sich die Schriftsteller der Realität zu. Der Begriff kommt vom lateinischen "res" (Sache, Ding) - es geht darum, die Wirklichkeit möglichst objektiv abzubilden, ohne sie zu beschönigen wie in der Romantik.
Die Industrialisierung verändert das Leben der Menschen drastisch. Arbeitslose Landbevölkerung strömt in die Städte, findet aber nicht genug Arbeit. Dadurch entstehen massive soziale Spaltungen zwischen wohlhabenden Bürgern und armen Arbeitern.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse stellen das christliche Weltbild infrage. Das führt zu Orientierungslosigkeit, weil traditionelle Normen und Bindungen wegfallen. 1871 wird schließlich das deutsche Reich gegründet - ein wichtiger Wendepunkt der Zeit.
Merke dir: Der Realismus will eine klare, schlichte Sprache verwenden und das Typische, Wesentliche in den Mittelpunkt stellen.





