Historischer Kontext
Deutschland war nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) völlig zersplittert und schwach. Die Reformation von 1517 hatte zusätzlich für konfessionelle Spaltungen gesorgt, während der Absolutismus und die Ständegesellschaft für große soziale Ungerechtigkeit sorgten.
Diese dreifache Zersplitterung – konfessionell, sozial und national – führte dazu, dass die Menschen anfingen, alles zu hinterfragen. Sie stellten Religion, Absolutismus und die bestehende Gesellschaftsordnung infrage.
Das Bürgertum stieg auf, während der Adel an Macht verlor. Den Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit der Französischen Revolution 1789, als das Volk die Macht übernahm.
Wichtig: Die politischen und sozialen Missstände waren der Nährboden für aufklärerisches Gedankengut.