Traumwelt und romantische Motive
Jetzt wird's richtig interessant - der Traum wird personifiziert wie ein mächtiges, engelähnliches Wesen mit Flügeln! Diese Personifikation "dem der Traum den Flügel schwingt" zeigt dir, dass Träumen fast etwas Göttliches ist. Nicht du entscheidest, ob du träumen kannst - der Traum entscheidet über dich.
Das Nachtbild mit "Wolken", "Mond" und "blauer Himmelsdecke" erschafft die perfekte Traumatmosphäre. Der Klimax "Schlafe, träume, flieg" bringt alle positiven Gefühle auf den Höhepunkt und zeigt, wie die Fantasie alle Grenzen der Realität sprengt.
Das Adverb "Bald" im letzten Vers macht dich aber auf etwas Wichtiges aufmerksam: Träume sind zeitlich begrenzt. Das lyrische Ich wird "beglückt" aufwachen, aber der schöne Traum ist dann vorbei.
Typisch für die Romantik findest du hier alle wichtigen Motive: Sehnsucht nach Freiheit, Natur als Rückzugsort und die Flucht in Fantasiewelten. Brentano zeigt dir, dass die reale Welt Grenzen hat, aber im Traum ist alles möglich - wenn der Traum es dir erlaubt.
Für die Klausur: Das Gedicht vereint alle romantischen Hauptmotive und nutzt viele sprachliche Mittel, die du gut analysieren kannst!