Spracherwerbstheorien - Die Klassiker
Spracherwerb bedeutet viel mehr als nur Wörter lernen. Du eignest dir die kompletten Regeln deiner Muttersprache an - wie du Gedanken ausdrückst, andere verstehst und sogar nonverbale Signale wie Mimik richtig deutest.
Der Behaviorismus war eine der ersten Theorien aus den 1950ern. Burrhus F. Skinner dachte, dass Kinder Sprache nur durch Nachahmung und Belohnung erlernen. Das Kind hört einen Reiz, reagiert darauf und wird durch Lob verstärkt - wie bei der klassischen Konditionierung.
Das Problem? Diese Theorie erklärt zwar die Lautentwicklung ganz gut, versagt aber bei der Grammatik. Kinder können nämlich komplexe Sätze bilden, die sie nie gehört haben. Heute gilt der reine Behaviorismus als überholt, weil er das Kind als zu passiv sieht.
Merke dir: Der Behaviorismus funktioniert durch das Prinzip "Stimulus-Response" - Umweltreiz führt zu Verhalten, das dann verstärkt wird.




