Die Weimarer Klassik im Überblick
Die Weimarer Klassik entwickelte sich in einer Zeit großer politischer Umbrüche. Die Französische Revolution von 1789 und die darauffolgende Jakobinerherrschaft beeinflussten das kulturelle Denken maßgeblich. Auch der Wiener Kongress mit seinen territorialen Veränderungen prägte die Epoche.
Der Begriff "Klassik" stammt vom lateinischen "classicus" und bezeichnete ursprünglich die höchste Steuerklasse im römischen Reich. Heute verstehen wir darunter Werke, die eine zeitlose Gültigkeit besitzen, unabhängig von ihrer Entstehungszeit.
Es gibt zwei Definitionen der Weimarer Klassik: Die erste umfasst das Wirken der vier Hauptvertreter Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Die zweite, engere Definition bezieht sich speziell auf die gemeinsame Schaffenszeit von Goethe und Schiller.
💡 Die Weimarer Klassik war keine Gegenbewegung, sondern eine Synthese: Sie vereinte die Vernunft der Aufklärung mit der Leidenschaft des Sturm und Drang, gab letzterem aber eine harmonischere Form.




























